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Tofunara mit Babyspinat

21. Juli 2022

Tofu und ich - das war bisher keine große Liebe. Obwohl ich durchaus gerne mal ein Sojaschnitzel esse und es dabei nach Belieben würze oder paniere, sah ich keinen Nutzen in der beigen, nach nichts schmeckenden Soja-Grundmasse. Bis vor wenigen Tagen fand ich auch Tofu mit Raucharoma nicht sonderlich attraktiv, aber offensichtlich kitzelt mein kleines Experiment "Zusammen vegan" gerade Geschmacksknospen wach, die sich 41 Jahre lang im Tiefschlaf befanden.
Anders kann ich mir nicht erklären, warum es in kurzer Zeit direkt 2x Kritharaki mit "Tofunara" gab und es das Rezept nun direkt auf den Blog schafft. 
Durch rauchige Paprika, Knoblauch und beherztes Anbraten, erhält der sogenannte "Soja-Quark" einen tollen Geschmack und wird zur köstlichen Veggie-Version der Carbonara. 
Eine Portion Spinat dazu und fertig ist der Seelenschmaus für Tag 4 meiner pflanzlichen Themenwoche:
 
Sauce mit Räuchertofu, Knoblauch und Spinat

Zutaten für 2 Personen: 
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100g Räucher-Tofu
  • etwa 100g frischer Babyspinat
  • 1 EL Öl (hier: Raps)
  • Geräuchertes Paprikapulver
  • 150g rohe Kritharaki/Orzo
  • Nudelwasser
  • 1-2 EL vegane Crème fraîche (z.B. Creme Vega)
  • schwarzer Pfeffer
  • veganer Parmesan oder anderes Pasta-Topping nach Belieben

Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und beides in sehr feine Würfel schneiden. Tofu ebenfalls klein würfeln. Spinat in einem Sieb abbrausen und gut abtropfen lassen.
Wasser mit leichtem Salzwasser zum Kochen bringen und die Kritharaki darin garen. Achtung: Nudelwasser anschließend nicht wegschütten.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Tofu scharf anbraten und mit Paprika würzen. Temperatur senken. Zwiebeln und Knobi dazu geben und anschwitzen. 
Kurz bevor die Nudeln gar sind, Spinat unter die Tofumischung heben.
Nudeln mit einer Schaumkelle direkt vom Topf in die Pfanne geben und alles mit einigen Löffeln Kochwasser aufgießen. Unter Rühren erhitzen, bis die Sauce leicht andickt. Mit 1-2 Löffeln veganer Crème fraîche verfeinern und mit Pfeffer abschmecken.
 
Wer mag, kann die Kritharaki Tofunara vor dem Essen noch mit einer Parmesan-Alternative oder einem veganen Pastatopping bestreuen. Das Topping von dm besteht aus Cashewkernen, Mandeln, Hefeflocken und Salz - deshalb vorher nicht zu kräftig würzen.

Sauce mit Räuchertofu und Babyspinat


Vegane Merguez

20. Juli 2022

Inzwischen ernähre ich mich seit 10 Tagen rein pflanzlich und muss ehrlich sagen: so einfach hatte ich mir dieses Experiment nicht vorgestellt. Die sommerlichen Temperaturen und das reiche Angebot an frischem Obst und Gemüse helfen mir doch enorm, auf Eier und Milchprodukte zu verzichten. Wurst gab es ja vorher schon lange nicht mehr und die sehr seltenen Gerichte mit Fleisch, fehlen mir bisher in keinster Weise.
Schwierig wird es eigentlich nur dann, wenn ich "mal eben schnell" beim Bäcker einkaufen will oder die Familie Lust auf Essen to go hat. Dann muss ich (hier auf dem Dorf) viele Fragen stellen, werde durchaus auch verständnislos angeschaut und erhalte nicht immer eine zufriedenstellende Antwort zum Thema Inhaltsstoffe. Da landet man dann doch wieder selbst am Kochtopf oder Ofen und wurschtelt sich selbst etwas zusammen.
Sehr einfach ging diese Wurschtelei aka "Veganisierung" übrigens bei meinem Rezept für Scones. Die wird es in Zukunft wahrscheinlich regelmäßig in der rein pflanzlichen Version geben. 
Am ersten Versuch Waffeln zu backen, bin ich am Wochenende hingegen kläglich gescheitert. Geschmacklich sehr gut, aber von der Struktur leider total brüchig.

Um Süßkram soll es heute aber noch gar nicht gehen, denn ich habe ein drittes und letztes Rezept aus meinem aktuellen Lieblings-Kochbuch "Vegan - das Goldene von GU" ausprobiert.
Die pflanzliche Version der scharfen, nordafrikanischen Merguez hat mich direkt beim ersten Durchblättern angelacht und auch das Ergebnis war überzeugend lecker. Beim nächsten Mal werde ich jedoch versuchen, die Masse einfach wie einen Burger zu braten oder eventuell sogar im Glas einzukochen. Die Würstchen zu drehen, war beim doppelten Rezept dann doch etwas aufwendig.
 
Scharfe, vegane Würstchen aus Kidneybohnen und Quinoa

Brokkoli-Kokos-Suppe mit Cashewkernen

19. Juli 2022

"Zusammen vegan" - Tag 2 und es wird grün. Ich bin ja tatsächlich bekennende Sommer-Suppen-Liebhaberin und bekämpfe die Hitze gerne auch aktiv von innen heraus. Mit meinem Brokkoli-Kokos-Süppchen funktioniert das wunderbar, denn beim Topping geize ich nicht mit Chiliflocken. 
Selbstverständlich könnt ihr das Rezept auch an einem etwas kühleren Tag ausprobieren. 
Bei Eintöpfen, Currys und Suppen verwende ich sehr gerne auch mal Kokosmilch. Sie ist von Natur aus vegan, sorgt für eine schöne Cremigkeit und verleiht dem Essen eine feine Note. Man darf allerdings nicht den Fehler machen und denken, sie sei von den Nährwerten deutlich "gesünder" als Sahne. Das ist leider nicht der Fall. Die Kokosnuss ist sehr fetthaltig, weshalb sie in der veganen Küche auch oft die Basis für alternative "Milchprodukte" bildet. Da es sich bei diesen Fetten überwiegend um gesättigte Fettsäuren handelt, sollte man sich Kokosmilch nur in Maßen gönnen und sie auf der Zutatenliste von pflanzlichen Lebensmitteln im Auge behalten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie kein regionales Produkt ist.

Definitiv regional (zumindest, wenn man in der Mitte Deutschlands lebt) und gerade saisonal, ist der Brokkoli in meiner Suppe. Zudem ist er ein echtes Powergemüse mit wertvollen Inhaltsstoffen für Pflanzenfresser und Menschen mit Rheuma. Wenn man ihn nicht in Wasser zu Tode blanchiert, bleiben einem Vitamin C und K, Folsäure, Calcium, Magnesium, Eisen und andere wichtige Bausteine sogar erhalten. Deshalb: lieber braten und sanft garen.

Grüne Sommersuppe mit Brokkoli, Erbsen und Petersilie

Pilzlasagne mit Bohnen-Béchamelsauce

18. Juli 2022

Ihr Lieben, heute geht es los mit meiner Themenwoche "Zusammen vegan" und eins kann ich euch bereits jetzt versprechen: es wird ziemlich lecker!
Für mich ist es inzwischen Tag 8 einer rein pflanzlichen Ernährung und ganz ehrlich - ich vermisse bisher nichts. Dass sich dieser Zustand noch ändern kann, weiß ich spätestens seit dem Moment, in dem ein Stück hessische "Ahle Worscht" mein siebenjähriges Vegetarier-Dasein vor vielen Jahren beendete. 
Deshalb gilt für meine Mitstreiter und mich: kein Stress! 
Ich freue mich über jedes Gericht und Produkt, das auch nach diesem Experiment meinen Speiseplan bereichern wird, verbiete mir aber auch nichts für die Ewigkeit. 
Aktuell begeistert mich schlichtweg, wie unfassbar einfach einem die vegane Ernährung inzwischen gemacht wird. Da hat sich in den vergangenen Jahren wirklich viel getan in Deutschland.
 
Nicht alle Produkte und Lebensmittel sind für mich erstrebenswert und frei von jeglicher Kritik. Ein Beispiel, bei dem mir ein wenig das Herz blutet: ich liebe (und das nicht erst seit gestern) die Produkte von Greenforce. 
Greenforce bietet überwiegend Alternativen zu Fleischprodukten in Pulverform an. Klingt für euch jetzt eventuell nicht sonderlich attraktiv, aber die Frikadellen, Schnitzel, Burger, Nuggets, Köttbullar und vieles mehr, schmecken fertig gebrutzelt wirklich enorm gut. Die Mischung auf Basis von Erbsenprotein kommt in einer schlanken Tüte aus nachhaltigem Kraftpapier daher, wird mit Wasser und etwas Öl angerührt und nach 30 Minuten im Kühlschrank verarbeitet. 
Die Produkte sind also lange haltbar und benötigen keine intakte Kühlkette, wodurch Ressourcen geschont werden. Über den Preis lässt sich streiten, ansonsten für mich alles top.
Wieso sehe ich aber nun fertige Fleischersatz-Produkte von Greenforce in den Kühlregalen liegen? Noch teurer, in Plastik verpackt und nicht ewig haltbar? Für mich eine nicht nachvollziehbare Kehrtwende!
 
Ihr seht, meine Prinzipien habe ich nicht zusammen mit den tierischen Lebensmitteln über Bord geworfen und stelle mir weiterhin unbequeme Fragen.
Viele Antworten und Lösungen bietet übrigens VEGAN - Das Goldene von GU. Ein Buch mit über 300 pflanzlichen Rezepten und DIYs, aus dem auch das Grundrezept für diese grandiose Pilzlasagne stammt. Ich habe es (wie immer) nach meinem Geschmack abgewandelt, aber allein für die Bohnen-Béchamelsauce hat sich der Kauf mehr als gelohnt! Die werde ich nie wieder auf "herkömmliche" Art und Weise machen! Los geht's:

Vegane Lasagne mit Pilzen und Bohnen-Béchamelsauce

The struggle is real

12. Juli 2022

Ihr Lieben, für mich ging es gestern los mit meinem kleinen Event: "Zusammen vegan"
Leider hinke ich dem internen Zeitplan etwas hinterher, weshalb meine Gruppe auf Facebook erst vom 18.07. bis 24.07. so richtig ernst macht. Diese Woche findet quasi das warm-up statt und wer mag, kann sich uns gerne noch spontan anschließen. Aktuell sind wir 18 Leute mit völlig unterschiedlichen Ernährungsweisen und tauschen bereits fleißig Tipps aus.
 
Da ich meine Truppe (und alle interessierten Leser*innen) während des Experiments mit köstlichen, pflanzlichen Rezepten versorgen möchte, beschäftige ich mich schon eine Weile intensiv mit diesem Thema. 
Das Einkaufen und Ausprobieren erweitert meinen kulinarischen Horizont gerade massiv und ganz ehrlich: ich glaube, es war noch nie so einfach, leckere vegane Lebensmittel zu finden.
Selbst der Supermarkt in unserem kleinen Dorf führt über 15 verschiedene Pflanzendrinks und hat eine tolle Auswahl an Alternativen zu Butter, Käse, Wurst, Fleisch und Co.
In meinem Kopf herrscht manchmal trotzdem Chaos, sobald ich vor den gut gefüllten Regalen stehe und die Zutatenliste studiere.
Nicht falsch verstehen: man kann sich natürlich auch ohne einen Kühlschrank voll sogenannter "Ersatzprodukte" pflanzlich ernähren, aber mir geht es bei "Zusammen vegan" darum, alle Seiten und Möglichkeiten zu beleuchten.
Gar nicht so leicht, wenn man außerdem Regionalität und Saisonalität im Auge behalten möchte und aus gesundheitlichen Gründen am besten auf hochverarbeitete Lebensmittel verzichten sollte. Nachhaltigkeit beim Thema Verpackung und Aufbewahrung nicht zu vergessen. Ja, the struggle is real und es gilt einiges zu sortieren in meinem Kopf. - aber auch diese Herausforderung reizt mich.

Pflanzlich ernähren mit Jankes Seelenschmaus

Zusammen vegan - ein Experiment

26. Juni 2022

Komplett pflanzlich ernähren - wie einfach oder schwer ist das eigentlich? Ist es im Jahr 2022 zwar möglich und sogar lecker, aber eventuell zu teuer? Was kann ich ohne Probleme entbehren und auf welches Lebensmittel möchte ich nicht verzichten? Wenn du dir (genau wie ich) diese Fragen stellst und ihnen gemeinsam mit mir auf den Grund gehen möchtest - dann bist du bei meinem kleinen Experiment "Zusammen vegan" genau richtig. Wir beginnen mit sieben Tagen im Juli und leben vom 11.07. bis 17.07.2022 für eine Woche ohne tierische und tierisch produzierte Lebensmittel. Der Austausch findet in meiner Gruppe bei Facebook statt, der du über [diesen Link] beitreten kannst.

Zusammen vegan - ein Experiment von Jankes Seelenschmaus
 

Schwarzwurzel-Curry

27. Januar 2022

Auf unsere Winter-Ausgabe von Saisonal schmeckt's besser freue ich mich jedes Jahr ganz besonders. Warum? Weil ich mir dann grundsätzlich ein eher "unbeliebtes" Gemüse aus unserer Liste rauspicke und versuche, euch von dessen Köstlichkeit zu überzeugen. So durftet ihr euch hier bereits über Pasta mit Rosenkohl, Stamppot und Crepe Rolls mit Grünkohl oder Wirsingrouladen mit Lachs freuen.

2022 widme ich meinen Beitrag der Schwarzwurzel - ein Gemüse, das bei mir sofort Erinnerungen an meine Kindheit in Omas Küche weckt. Von ihr und meiner Mama habe ich gelernt, wie man dem sogenannten "Winterspargel" am besten zu Leibe rückt und dass sich dieser Aufwand mehr als lohnt. 
Euch möchte ich heute mit einem aromatischen Curry neugierig auf dieses krumme aber feine Wurzelgemüse machen und zeige außerdem, wie ihr es einkochen könnt. 
Zum krönenden Abschluss empfehle ich natürlich einen Blick über den Tellerrand zu meinen lieben Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam haben wir 16 Rezepte für euch zusammengestellt - ein Wintergemüse-Büffet vom Allerfeinsten. Viel Freude beim Stöbern und Ausprobieren - eure Janke

Wintergemüse-Curry mit Schwarzwurzeln

Linsen-Curry-Brotaufstrich

21. Januar 2022

Als Herzhaft-Frühstückerin und Schnittchen-Queen, bin ich bereits sehr lange Fan von vegetarischen und veganen Brotaufstrichen. Seit einem gemeinsamen Brunch mit lieben Freunden, habe ich einen absoluten Favoriten, der nie in meinem Kühlschrank fehlen darf. Der fruchtige Linsen-Curry-Aufstrich, den damals eine Freundin auf den Tisch stellte, hat mir beim ersten Löffel dermaßen gut geschmeckt, dass ich anschließend nicht nur das halbe Glas geleert, sondern auch den Rest mit nach Hause genommen habe. 
Die Mischung aus Linsen und Curry gibt es inzwischen von verschiedenen Produzenten in Bio-Qualität, mal mit fruchtiger Note, mal eher säuerlich. 
Im Rahmen des "Veganuary Booms" von Nom Noms food, habe ich nun meine eigene Version mit Äpfeln, Zwiebeln und Kokosöl ausgetüftelt und bin gespannt, was ihr dazu sagt.
 
Ersetzt Käse und Wurst doch auch mal durch einen pflanzlichen Aufstrich und entdeckt neue Geschmackswelten. Die Linsen-Curry-Creme ist schnell und einfach zubereitet und hält sich mindestens eine Woche im Kühlschrank.
Heiß abgefüllt oder eingekocht, kann man sich auch (wie ich) einen kleinen Vorrat anlegen.
Habt es lecker - eure Janke

veganer Brotaufstrich aus Linsen

Couscous-Salat mit Erdbeeren

23. Mai 2021

Am 11. Mai hat sie auch in Hessen endlich begonnen: die Erdbeersaison 2021. 
Nach einem kalten April und viel Regen, haben die süßen Früchte in meinem Bundesland zwei Wochen länger auf sich warten lassen, schmecken aber nun umso besser nach Frühling und machen definitiv Lust auf die warmen Tage.
Für unseren heutigen Erdbeer-Boom, habe ich sie herzhaft mit Spargel und Couscous kombiniert. Dieser Salat kann als Hauptspeise, aber auch super als Beilage zu Gegrilltem gegessen werden und ist je nach Saison herrlich variabel. Mir schmeckt er besonders gut mit frischer Salatgurke, wer noch eine salzige Note ergänzen möchte, dem empfehle ich Feta.

"Fun" Fact: die Mischung aus Erdbeeren, Spargel und Gurke eignet sich sehr gut, um den Körper einmal richtig "durchzuspülen" (meine Nieren haben das für euch getestet *lach) und ist perfekt für Menschen mit Rheuma, weil - ich zitiere: einfach bummsgesund!
Klingt nach einem Salat, den ihr nun gerne selbst ausprobieren möchtet? Dann kommt hier das Rezept für euch.
Habt es fein, eure Janke


Djuvec-Reis mit Ajvar

22. September 2020

Ein richtig guter Djuvec-Reis steht schon lange auf meiner Wunschliste für die Seelenschmaus-Küche. Als hätte ich geahnt, dass mir für die zweite Runde von "Koch mein Rezept" die liebe Steffi von KochTrotz zugelost wird, habe ich dieses schnabulöse Reisgericht allerdings immer wieder aufgeschoben. 
Bei Steffi findet man nämlich so einige Köstlichkeiten aus der südosteuropäischen Küche, denn sie hat in eine serbisch-mazedonische Familie eingeheiratet. Ihren Beitrag über die traditionelle Ajvar-Produktion finde ich besonders lesenswert und so war ziemlich schnell klar: ich koche ihren veganen Djuvec-Reis mit ebendiesem Ajvar nach.
 
Ganz ähnlich wie ich, kam Steffi 2010, nach einer krankheitsbedingten Extremsituation zum Bloggen und ist inzwischen (anders als ich) eine bekannte Größe unter den deutschprachigen Foodblogs. Als Hyperallergikerin richten sich ihre Rezepte besonders an Menschen mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und Nahrungsmittel-Allergien. Zu diesem Thema hat sie inzwischen 3 Bücher veröffentlicht, die auch für Nicht-Allergiker*innen ein echter Gewinn im Kochbuchregal sind.
Wenn ich mir Steffis "Über-mich-Seite" durchlese, fühle ich mich ihr sehr verbunden und kann nachvollziehen, dass sich ihr Blog KochTrotz zu einer wahren Herzensangelegenheit entwickelt hat. Über gesundheitliche Probleme zu schreiben, hilft eben nicht nur Leidensgenoss*innen - das kenne ich sehr gut und möchte meine virtuelle "Therapie" ebenfalls nicht mehr missen.
Steffis Umgang mit ihrer persönlichen Situation ist mir ein echtes Vorbild. Nachdem ich so intensiv in ihre Geschichte abgetaucht bin, schätze ich sie sehr und ziehe aus ihren Texten eine ganz neue, wertvolle Motivation. Ihr Wille, fundiertes Basiswissen zu erlernen und an Betroffene weiterzugeben, ist bemerkenswert.
Über 1000 Rezepte hat Steffi während der letzten Jahre in ihrem Archiv angesammelt und ich bin froh, dass mich ihr Djuvec-Reis ziemlich schnell zwischen den vielen süßen und herzhaften Leckereien angelächelt hat. Ansonsten hätte ich mich in einem Rezepte-Rausch verloren.
Da man an so klassischen Familienrezepten nicht rüttelt, habe ich kaum etwas an Steffis Zubereitung verändert. Warum auch, der Reis war unglaublich lecker und wird nun bestimmt öfter genau so gekocht.
 
Djuvec-Reis mit Ajvar
 

Couscous-Bowl

13. September 2020

Als hätten wir geahnt, dass der Spätsommer nochmal um die Ecke kommt, lautet das Motto von "All you need is.." heute: Bowls. Natürlich kann man solch eine Schüssel voller Köstlichkeiten das ganze Jahr über genießen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei den Teilnehmer*innen der September-Runde heute ähnlich bunt und leicht zugeht wie bei mir.
Den Trend der Bowls gibt es schon seit einigen Jahren und ich finde, er hält sich zu Recht.
Als Bowl bezeichnet man Gerichte, bei denen alle Zutaten nebeneinander in eine Schüssel kommen. Dabei werden möglichst frische Nahrungsmittel verarbeitet und keine Fertigprodukte verwendet.
Man kann sie zu jeder Tageszeit essen und es gibt inzwischen einige echte Klassiker wie zum Beispiel Porridge Bowls, Poke Bowls und Buddha Bowls.
Die Zusammenstellung der Bowl darf natürlich komplett den eigenen Vorlieben entsprechen, sollte aber für den absoluten Genuss unterschiedliche Konsistenzen enthalten.
Hier unterteilt man klassischerweise in Getreide, Obst und Gemüse, Körner, Saaten und Nüsse, sowie Salate und Kräuter. Auch Fleisch, Fisch und Milchprodukte kommen als Bestandteil einer Bowl in Frage.

Ich habe mich heute für eine fleischlose Couscous-Bowl entschieden und viel frisches Gemüse verwendet. Dazu gibt es eine schnabulöse Tahini-Sauce, die alle Zutaten wunderbar miteinander verbindet.
Als Bowl bezeichnet man Gerichte, bei denen alle Zutaten in eine Schüssel kommen. Man benötigt praktisch keine Pfannen oder Töpfe, da das Gericht direkt in der Schüssel zubereitet wird. Der Trend ist in den USA aus der Clean-Eating-Bewegung heraus entstanden. Hierbei geht es darum, möglichst gesunde Nahrungsmittel zu verarbeiten und keine Fertigprodukte zu essen.
Als Bowl bezeichnet man Gerichte, bei denen alle Zutaten in eine Schüssel kommen. Man benötigt praktisch keine Pfannen oder Töpfe, da das Gericht direkt in der Schüssel zubereitet wird. Der Trend ist in den USA aus der Clean-Eating-Bewegung heraus entstanden. Hierbei geht es darum, möglichst gesunde Nahrungsmittel zu verarbeiten und keine Fertigprodukte zu essen.

Als Bowl bezeichnet man Gerichte, bei denen alle Zutaten in eine Schüssel kommen. Man benötigt praktisch keine Pfannen oder Töpfe, da das Gericht direkt in der Schüssel zubereitet wird. Der Trend ist in den USA aus der Clean-Eating-Bewegung heraus entstanden. Hierbei geht es darum, möglichst gesunde Nahrungsmittel zu verarbeiten und keine Fertigprodukte zu essen.
Bowl mit Couscous, Blumenkohl, Granatapfel und Tahinisauce

Thai-Curry mit Röstgemüse

6. August 2020

Dies wird nun offiziell mein Sommer der Suppen, Saucen und Eintöpfe. 34 Grad und ich koche frei nach dem Motto "fight fire with fire" fröhlich ein scharfes Thai-Curry!
Das hatte ich mir bereits vor einigen Wochen für die zweite Runde "Saisonal schmeckt's besser" vorgenommen und nun galt: nicht kneifen!
Tatsächlich schmeckt das Gemüse-Curry mit Kokosmilch auch im Hochsommer absolut köstlich und heizt gar nicht so sehr ein, wie an nasskalten Wintertagen.
In mein vegetarisches Curry habe ich Brokkoli, Bohnen, Zwiebeln, Paprika, Tomaten und Zucchini gepackt.
Brokkoli und Bohnen habe ich versuchsweise mariniert und kann diese Version mit bestem kulinarischen Gewissen weiterempfehlen. Wer Brokkoli ansonsten zu kohlig findet, sollte es unbedingt mal auf diese Art und Weise probieren.
Ansonsten könnt ihr natürlich auch eure eigenen Gemüselieblinge verwenden. Pilze lassen sich ebenfalls sehr gut mit der Marinade aus Sojasauce, Öl, Limettensaft, Knoblauch und Ingwer einlegen.

Und was hat sonst noch Saison? Eigentlich alles, was das Herz begehrt, denn so sah unser virtueller Warenkorb für "Saisonal schmeckt's besser im Sommer" komplett aus:

Auberginen ~ Blumenkohl ~ Bohnen ~ Brokkoli ~ Erbsen ~ Fenchel ~ Gurken ~ Kohlrabi ~ Mangold ~ Möhren ~ Paprika ~ Radieschen ~ Rettich ~ Rote Bete ~ Rotkohl ~ Salate 
~ Spitzkohl ~ Staudensellerie ~ Tomaten ~ Weißkohl ~ Wirsing ~ Zucchini und Zuckerschoten

Was meine lieben Kollegen und Kolleginnen Feines aus diesem bunten Gemüsemarkt gezaubert haben, erfahrt ihr weiter unten. Dort sind wie immer alle Rezepte verlinkt und ihr könnt euch genüsslich durch die insgesamt 22 Beiträge stöbern.
Natürlich erst, nachdem ihr euch ordentlich Hunger auf mein Curry geholt habt. Los geht's!

Vegetarisches Curry mit Röstgemüse

Möhren-Kokos-Suppe

23. Juli 2020

Der Juli 2020 steht voll im Zeichen der Foodbloggergemeinschaft und ich empfinde diesen Austausch untereinander als sehr wertvolle Inspirationsquelle. Hatte ich im Frühjahr noch einen ziemlich fiesen Motivationsknick, so bin ich aktuell randvoll mit Ideen und muss mich regelrecht zum wohlverdienten Sommerurlaub zwingen.
Vorher gibt es allerdings noch einen Beitrag zur nigelnagelneuen Aktion von volkermampft: Koch mein Rezept.

Ähnlich wie bei "Sing meinen Song", haben wir eine große Tauschrunde gestartet und Volker hat jedem Teilnehmer einen Blog zugelost, von dem es anschließend ein Rezept nachzukochen galt.
Mit der lieben Jill von "Kleines Kuliversum" habe ich ein wahres Glückslos gezogen und es hat unheimlich viel Spaß gemacht, ihren Blog zu durchwühlen.
Jills "kulinarisches Universum" besteht seit 2016 aus überwiegend vegetarischen Gerichten und wird gerade komplett von ihr überarbeitet.
Zuerst hatte ich mir vorgenommen, eines ihrer luxemburgischen Heimatrezepte nachzukochen, denn Jill lebt im Dreiländereck von Belgien, Luxemburg und Deutschland und bereitet Gerichte wie Kniddlen, Äppeltaart und Bouhnenschlupp zu.
Dann war ich sehr begeistert von den vielen asiatischen Gerichten, doch letztendlich standen 3 Suppen in der finalen Auswahl. Meinen Favoriten, die andalusische Tomatensuppe "Salmorejo cordobés", werde ich definitiv nachreichen, sobald unsere Tomaten reif sind. Gekocht und sehr genossen, habe ich Jills Möhrensuppe mit Kokosmilch. Ein herrlich einfaches, cremiges Sommer-Süppchen mit einem Hauch Fernweh. Perfekt.
In meiner Version habe ich lediglich Knoblauch ergänzt, fast wäre es Ingwer geworden, aber diese Abwandlung überlasse ich einfach euch. Dazu gab es knusprige Fladenbrot-Croûtons. In diesem Sommer werde ich wohl wirklich noch zum Suppenkasper, wenn das so weiter geht.

Möhren-Kokos-Suppe mit Petersilienöl

Gemüse-Ravioli in Tomatensauce

12. Juli 2020

Vor einigen Monaten hatte ich mein Outing. Ein Foodblogger-Outing sozusagen, denn ich habe mich öffentlich auf Instagram zu meinem ekligsten "guilty pleasure" bekannt: 
Dosenravioli! Am liebsten kalt - mit dem Löffel direkt aus der Dose!
Schlimm, ich weiß - aber 2-3 Mal im Jahr kann ich den Einkaufswagen einfach nicht am Regal mit den quadratischen Teigtaschen in Tomatensauce vorbeischieben. Wenigstens widmen sich meine Gelüste ausschließlich der Gemüseversion - falls das die ganze Sache in einem besseren Licht erscheinen lässt.

Genau wegen dieser ungebrochenen Leidenschaft, habe ich mich ganz besonders auf die heutige Runde von "all you need is.." gefreut. Unser Thema:  
Homemade - Fertigessen-Klassiker selbstgemacht.
Meine Chance, der Dosenravioli auf den Grund, beziehungsweise an die Füllung zu gehen. Zu Testzwecken habe ich mir das "Original" besonders gründlich auf der Zunge zergehen lassen und mal ganz genau hingeschmeckt, so wie Mälzer bei "Kitchen Impossible".
Erste Überraschung: die gemüsige Version der Dosenravioli ist nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan, weshalb auf Eiernudeln verzichtet wird.
Zweite Erkenntnis: die Zutatenliste ist zwar lang, aber immerhin verständlich.
So war es mir möglich, meine ganz eigene Version dieses Camping-Klassikers nachzukochen und abzuschmecken.
Das Ergebnis: mehr Arbeit, ganz klar, aber auch mehr Gemüse, das nach Gemüse aussieht, eine fruchtigere, weniger süße Tomatensauce und herrlich grün gefüllte Ravioli.
Vielleicht muss ich zukünftig nur noch ans Kellerregal gehen, wenn mich der Hunger nach den kleinen Teigtaschen überkommt. Vielleicht..

21 weitere, hausgemachte Leckereien von lieben Kollegen und Kolleginnen, habe ich euch wie immer am Ende des Beitrags aufgelistet.

Dosenravioli selbstgemacht von Jankes Soulfood

Linsenbällchen in Kokos-Currysauce

12. Januar 2020

Ihr Lieben, ich hatte es ja im letzten Beitrag bereits angekündigt: Jankes*Seelenschmaus wird 2020 überwiegend vegetarisch. Wie passend, dass es bei unserem monatlichen Foodblogger-Event "All you need is.." heute um das Thema Hülsenfrüchte geht -
die kleinen Proteinlieferanten eignen sich nämlich perfekt, um Fleisch oder Wurst in einer Mahlzeit zu ersetzen.
Als Hülsenfrüchte werden Samen von Pflanzen bezeichnet, die in einer Hülse herangewachsen sind. Dazu gehören u.a. Erbsen (Palerbsen, Kichererbsen), Bohnen (z.B. weiße, rote und schwarze), Kidneybohnen, Sojabohnen/Edamame, Mungbohnen, Dicke Bohnen, alle Linsen, Lupinensamen und Erdnüsse.

Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß, wichtige Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die als entzündungshemmend gelten. Damit sind sie eine tolle Bereicherung in jedem Speiseplan und auch für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen (ausgenommen Gicht!) bestens geeignet.
Bei meinem heutigen Rezept wird man auch als Fleischesser wenig vermissen, denn die pikanten Linsenbällchen in Currysauce sind sehr sättigend und somit der perfekte Winterschmaus. Im Anschluss findet ihr wie immer die Links zu den anderen Teilnehmern - stöbert euch unbedingt durch die köstlichen Beiträge und holt euch Inspiration für eure Küche. Vielleicht serviert ihr in der nächsten Woche einfach mal... Hülsenfrüchte?
Habt es lecker - eure Janke

Linsen-Bällchen in Kokos-Currysauce

Rotkohl-Rouladen mit Kichererbsen-Füllung

5. Januar 2020

Ihr Lieben, ein neues Jahrzehnt hat begonnen und ich hoffe, ihr hattet einen glücklichen Start in die 2020er.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, im neuen Jahr nicht mehr zurückzublicken oder hier ein Résumé zu texten, denn ich habe mich am Silvesterabend überraschend emotional mit den vergangenen Jahren ausgesöhnt. Dass ich nun aber deutlich positiver in die Zukunft schaue, als noch zu Beginn des letzten Jahres, liegt an vielen Entscheidungen, Erfahrungen und Begegnungen der Vergangenheit.
Die 2010er waren leider geprägt von meiner Erkrankung, schmerzhaften Abschieden von Lieblingsmenschen, Lieblingstieren und beruflichen Träumen. Immer wieder musste ich die Zähne zusammenbeißen und mich aus tiefen, seelischen Löchern hochziehen. Dabei habe ich bestehende Freundschaften und meinen familiären Zusammenhalt als unendlich wertvoll empfunden und möchte mich an dieser Stelle bei euch bedanken ♥ Ihr seid mein Anker, wenn ich in stürmischen Gewässern unterwegs bin!

Natürlich war nicht alles trist und schlecht! In meiner schlimmsten Krise enstand dieser Blog und ich hätte damals nicht im Traum daran gedacht, wieviel Sinn Jankes*Soulfood meinem Leben geben würde. Aus der reinen "Beschäftigungsmaßnahme" wurde inzwischen ein kleines Gewerbe. Ich durfte ein Buch für Menschen mit Rheuma herausbringen, schreibe seit zwei Jahren eine Rezeptkolumne für die Rheumaliga Deutschland und bin Ansprechpartnerin für junge Rheumatiker in Mittelhessen. Auf diese Art versuche ich meiner eigenen Erkrankung das Beste abzugewinnen und was soll ich sagen: es erfüllt und macht mich sehr glücklich! 

Meine Ernährung und das damit verbundene Konsumverhalten hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert und ich danke euch Lesern für die Begleitung auf meiner kulinarischen Reise.
Ich hoffe, ihr bleibt mir auch 2020 treu, wenn ich euch nun sage, dass es dieses Jahr viele vegetarische Gerichte auf Jankes*Soulfood geben wird.
Warum, wieso, weshalb, werde ich euch in einem der nächsten Beiträge verraten.
Heute gibt es einen kleinen Vorgeschmack, denn ich habe die klassische Kohlroulade einfach mal mit Kichererbsen gefüllt und zwei fruchtige Beilagen zubereitet.
Wäre das ein Rezept für euch, oder bevorzugt ihr es eher traditionell?
Ich bin gespannt - eure Janke

vegane Rotkohl-Rouladen

Vegetarisches Ragù alla Bolognese

17. November 2019

Sicherheitshalber sollte ich meinen Titel direkt im ersten Satz verbessern in:
"Ragù alla Soulfood-Küche". Nicht, dass gleich die ersten Beschwerde-Mails in mein Postfach flattern. Dieses Gericht ist ein "culture clash", um es neumodisch auszudrücken. Italien meets Orient, bloß ohne Hackfleisch, Pancetta und Vollmilch - dafür mit roten Linsen, Kichererbsen und Kreuzkümmel. 
Eine weitere (wohl viel größere) kulinarische Sünde ist auf Bild eins zu sehen: 
die Deutsche serviert Spaghetti zum Saucenklassiker aus Bologna! Die Hartweizennudel an der jedes echte Ragù abprallt, wie Öl von Wasser. Aus italienischer Sicht unverzeihlich. Zum Original aus der Emilia-Romagna isst man Eiernudeln, vorzugsweise Tagliatelle. Daran hält sich die Sauce fest und lässt die schmale Bandnudel nicht los, bis beides genussvoll im Mund gelandet ist.

Ein Versuch der Wiedergutmachung folgt auf Bild zwei, denn dort darf sich mein Veggie-Ragù an dickwandige Conchiglioni kuscheln. Welchen Käse ich zum Überbacken verwendet habe, bleibt an dieser Stelle mein ewiges Geheimnis; ich empfehle jedoch Mozzarella.
Wieso ich mich bei all diesen Verfehlungen traue, mein vegetarisches Ragú hier zu veröffentlichen? Weil es saumäßig lecker schmeckt!
Liebste Grüße eure Janke   

Linsen-Bolo zu Spaghetti

Bunter Gemüse-Eintopf

29. August 2019

Als ich diesen Beitrag vor einer Woche vorbereitet habe, erschien mir ein spätsommerlicher Gemüseeintopf bei angenehmen 22 Grad perfekt für die August-Runde von "Saisonal schmeckt's besser". Super einfach gemachte, extrem leckere Feierabendküche. Passt!
Während ich nun die Einleitung schreibe, dreht sich neben mir fröhlich der Ventilator und zeigt kuschelwarme 28 Grad an. Um 23 Uhr.
Da müssen wir jetzt durch, ihr Lieben! Die kühleren Tage kommen bestimmt und dann ist mein buntes One Pot Sommergemüse genau das richtige Futter. Schmeißt alles zusammen, was ihr gerne mögt, gerade im Garten ernten oder auf dem Markt kaufen könnt und der Rest macht sich fast von selbst.
Als Faustregel könnt ihr euch merken: auf 1 Kilogramm küchenfertiges Gemüse kommt 1 Liter Flüssigkeit (hier passierte Tomaten und Brühe). Gewürze und Kräuter sind variabel und können ganz nach eurem Geschmack angepasst werden.
Viel Spaß beim Ausprobieren - eure Janke

Eintopf mit Sommergemüse

Ratatouille im Glas

11. August 2019

Stellt euch vor, heute wäre nicht der 11. August, sondern der 11. Januar. Ein kalter Samstagmorgen in der, nicht allzu fernen, Zukunft. Ihr steht mit gestrickten Wollsocken an den Füßen vor dem Fenster und blickt über die winterlich karge Landschaft. Gegen dieses Grau wirkt selbst der stärkste Kaffee keine Wunder. Nach einem kurzen Spaziergang an der frischen Luft, kommt ihr mit eiskalten Händen zurück in die Wohnung. Ihr seid den Winter gerade so richtig leid! Wie toll wäre es, an diesem tristen Tag ans Vorratsregal zu treten, sich auf die Zehenspitzen zu stellen und ganz oben nach einem Glas mit der Aufschrift "August 2019" zu greifen?! Um dann in die Küche zu gehen und eine Portion "Sommer" zu essen..

In meinem Fall würde ein seelewärmendes Ratatouille im Topf landen, das ich bloß noch aufwärmen müsste. Herrlich, oder?! Ich freue mich schon auf diesen Moment, denn genau diesem Thema widmet sich die aktuelle Runde von "All you need is..".
Wenn ihr regelmäßig in der Soulfood-Küche vorbeischaut, ist euch dieses Event bestens bekannt. Für alle anderen: einmal im Monat gibt Steph vom Kuriositätenladen ein gemeinsames Thema vor, nachdem gekocht, gebacken, gerührt oder wie in diesem Fall eingeweckt wird.
Heute sind es insgesamt 15 Beiträge, die sich dem "Sommer im Glas" widmen - ihr findet die gesammelten Links weiter unten. Es wurde getrocknet und eingelegt, gerührt und eingekocht - stöbert euch unbedingt durch die köstlichen Rezepte aller Teilnehmer.
Von mir gibt es einen französischen Klassiker, den ich im Januar bestimmt sehr genießen werde. Habt es fein, eure Janke

Ratatouille einkochen

Einfach lecker: selbstgemachter Curry-Ketchup

16. August 2018

Ihr Lieben, seid ihr aktuell auch im Einkoch-Fieber und macht den Sommer im Glas haltbar? Bei uns waren Anfang der Woche die Tomaten dran. Die letzten 5 Kilo wurden zu Sauce verarbeitet und erstmals auch zu Ketchup. Meine Oma hat das vor zwanzig Jahren schon gemacht, aber leider fand ich ihren Ketchup als aufmüpfiger, Fast Food liebender Teenie ganz furchtbar wässrig und geschmacklos. Heute hingegen weiß ich drei Dinge, die ich damals noch nicht schätzen konnte:
  1. Wieviel Zeit und Liebe in selbstgemachtem Essen steckt
  2. Wie sehr es zum Genuss beitragen kann, wenn man nachvollziehen kann, aus was ein Essen besteht
  3. Wieviel Spaß es macht, Obst und Gemüse selbst zu verarbeiten und so lange am Geschmack zu tüfteln, bis es perfekt ist
Als ich den ersten Löffel meines Ketchups probiert habe, hätte ich nicht gedacht, dass das Rezept heute auf dem Blog landet, denn natürlich schmeckt selbstgemachter Ketchup erstmal anders als der gekaufte Klassiker. Der eine wird ihn zu tomatig oder sauer finden, der andere eventuell zu süß und einem Dritten sagt die Konsistenz nicht zu. Mich hat erstmal alles gleichzeitig irritiert. Geschmack und Konsistenz benötigen Zeit. Viel Zeit! Je länger man die Sauce zu Ketchup einreduziert, desto besser wird das Ergebnis.
Und wem dann noch die typische Sämigkeit fehlt, für den habe ich am Ende des Rezeptes einen Tipp. Auf die Tomate, fertig, los! 

Selbstgemachter Curry-Ketchup

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