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Mandarinen-Biskuitrolle mit Spekulatius

3. Dezember 2020

Wenn es hier in der Soulfood-Küche zum vierten Mal in Folge ein süßes Rezept gibt, kann das tatsächlich nur eins bedeuten: es geht mit großen Schritten auf Weihnachten zu.
Nach den ersten Plätzchen des Jahres, darf ich heute ein kulinarisches Türchen am X-MAS BOOM Adventskalender öffnen.
Jana von Nom Nom foods hat 24 Kolleg*innen zu diesem vorweihnachtlichen Event eingeladen und weiter unten findet ihr alle Teilnehmer chronologisch aufgelistet. 
Damit es spannend bleibt, gibt es heute lediglich den Rezept-Link zu Türchen Nummer 4 bei Andrea von Zimtkeks und Apfeltarte. Die weiteren Links ergänze ich tagesaktuell - es lohnt sich also, erneut vorbeizuschauen.

Hinter meinem Türchen befindet sich eine cremige Biskuitrolle mit Mandarinen und Spekulatius. Da staunt ihr, was? Torte gibt es ansonsten nur zu vollen Geburtstagen oder besonderen Anlässen und ja, eine Biskuitrolle IST eine Torte. Das darf man ruhig neidlos anerkennen. Sobald es nämlich an die Herstellung von feinem Gebäck geht, treten mir die Schweißperlen auf die Stirn. Kuchen mit Buttercrème einstreichen oder Böden zu Kunstwerken stapeln - das ist wirklich nicht meine Komfortzone. Die Biskuitrolle ist ein herrlicher Kompromiss für alle, denen es da ähnlich geht wie mir.
Einmal vom Blech gezogen, muss bloß noch ordentlich Belag auf den fluffigen Boden und dann atmet man tief durch und rollt das Ganze auf. Wenn man Glück hat, bleibt das Röllchen direkt auf der Naht liegen. Ansonsten einfach weiterschubsen.
Ihr wisst ja, wenn ich das kann - könnt ihr das auch. Es muss auch nicht immer alles perfekt sein, denn die Mischung aus Tortenboden, Sahnecrème, Obst und Keksen schmeckt in jeder Form köstlich. 
Also nur Mut - ran ans Rezept! Habt alle eine wunderschöne, erste Adventswoche.
Eure Janke

Weihnachtliche Biskuitrolle mit Mandarinen
 

Doppelkekse mit Baiser

30. November 2020

Wie gut, dass ich die Fähigkeit besitze, über meine eigenen Missgeschicke und kleinen Doofheiten zu lachen. Einen solchen Gefühlsausbruch hatte ich erst gestern! 
Im Rahmen der Aktion "Koch mein Rezept" wurde mir in Runde drei die liebe Jenny zugelost. Jenny ist gebürtig aus Uruguay und so wollte ich unbedingt ein Plätzchen-Rezept aus ihrer Heimat nachbacken. Soweit kein Grund, vor Lachen in Tränen auszubrechen, denn bei Jenny findet man viele, köstliche Rezepte. Anders als es der Blogname vermuten lässt, wird auf "Jenny is baking" nicht nur gebacken, sondern auch herzhaft gekocht.
Es macht unheimlich viel Freude, Jennys vielseitige Küche zu entdecken, denn zu ihren Lebensstationen gehören (unter anderem) die USA, Kanada und nun die bayrische Hauptstadt München. Auch die kolumbianische Heimat ihres Mannes hinterlässt kulinarische Spuren auf dem Blog. Die "Red Beans" aus seiner Feder kamen direkt auf meine endlose Nachkochliste, genau wie Jennys Apfel-Cranberry-Mandel-Pie.
 
Ihr seid schon ungedulig und wollt nun endlich erfahren, warum ich mir gestern vor Lachen pfeifend den Bauch gehalten habe?
Es lag nicht an den 38 Fakten über Jenny, obwohl ich die auch sehr unterhaltsame finde und mir noch kein süßerer Berufswunsch als Crêpes-Verkäuferin untergekommen ist. 
Nein, es lag an meiner Abwandlung von Jennys Rezept für schokoladige Doppelkekse mit Baiser. Diese sind besonders beliebt in Uruguay und tragen den schönen Namen "Alfajores de Nieve".
 
Bei "Koch mein Rezept" sind wir immer herzlich eingeladen, die Rezepte unserer Tauschpartner zu interpretieren und abzuwandeln. Hier wollte ich jedoch wirklich nicht viel ändern -  die weiß glasierten Doppelkekse sahen einfach zu köstlich aus. Also habe ich lediglich die Füllung getauscht und statt der üppigen, in Südamerika sehr beliebten "Dulce de leche", eine Marmelade verwendet.
Als alle Kekse gebacken und aufeinander gestapelt waren, wollte ich schließlich wissen, was genau Alfajores bedeutet und die Antwort war nun endlich der Grund für meinen Lachflash:
Ich hatte Karamell-Plätzchen OHNE Karamell gebacken!
 
Liebe Jenny, ich hoffe, du kannst mir (der deutschen Kartoffel) verzeihen, dass ich deine Lieblingskekse auf diese Art und Weise entehre - falls es dich tröstet: sie sind unglaublich lecker und werden die Weihnachtstage wahrscheinlich nicht erleben! Trotzdem werde ich sie beim nächsten Mal mit Karamellcreme bestreichen - versprochen ♥

Alfajores - Doppelkekse aus Uruguay

Weihnachtsbaum-Brownies

11. Dezember 2019

Seit fast zwei Jahren darf ich nun schon die Rezeptkolumne für die Mitgliederzeitschrift der Rheumaliga schreiben. Sie erscheint alle zwei Monate und für die aktuelle Ausgabe habe ich drei süße Adventsleckereien gebacken. Eine davon möchte ich euch heute zeigen. 
Bei meinen "Rheumarezepten" achte ich darauf, dass sie auch für Menschen mit physischen Einschränkungen leicht umzusetzen sind. Die Hände stellen, gerade beim Ausstechen und Verzieren von Plätzchen, oft ein Problem dar, weil die Finger steif oder die Muskeln kraftlos sind.
Langes Kneten, Ausrollen und Belegen ist entweder nicht möglich oder wird am nächsten Tag direkt mit Schmerzen "bestraft". 
Plätzchen wie meine Cranberry-Haferkekse, bei denen der Teig nur mit einem Löffel aufs Blech gesetzt wird, eignen sich hingegen sehr gut, wenn es sowieso schon in den Gelenken zwackt. 
Bei meinen Weihnachtsbaum-Brownies kann der gebackene Teig mit einem Messer* oder Pizzarad* geschnitten werden. Beides gibt es für Rheumapatienten mit ergonomischen Griffen. Wer rohen Teig zwar ausrollen aber nicht ausstechen kann: mit einem Teigrädchen* kann man trotzdem für eine schöne Form sorgen, zum Beispiel wie bei meinen Sauerrahm-Plätzchen.
Als gesunder Mensch kann man sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, dass etwas so Banales, wie Plätzchen auf ein Blech legen, mit Schmerzen verbunden sein kann.
Aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen: Rheuma ist oft unsichtbar aber in den wenigsten Fällen komplett schmerzfrei. 

Deshalb achte ich auch bei der Auswahl meiner Backzutaten auf die Ernährungsempfehlungen bei Rheuma und verzichte weitestgehend auf tierische Fette, Weißmehl, Zusatz- und Farbstoffe sowie Geschmacksverstärker. Das heißt in der Weihnachtsbäckerei konkret: Keine bis wenig Butter, keine bis wenige Eier, keine bunten Zuckerperlchen oder fertige Glasuren. 
Im Rezept für die Weihnachtsbaum-Brownies habe ich die Butter durch Apfelmus ersetzt, was zusammen mit dem eher malzigen braunen Zucker einen tollen Geschmackt ergibt. Beim Mehl setze ich auf Dinkel (Typ 630 oder Vollkorn) und als Triebmittel verwende ich Weinsteinbackpulver.
Das Ergebnis schmeckt allen mit und ohne Rheuma - versprochen!
Weitere Küchentipps für Rheumatiker findet ihr übrigens [HIER]
Alles Liebe, eure Janke

Rezepte für Rheumatiker

Schoko-Kokos-Plätzchen

1. Dezember 2019

Pünktlich zum ersten Advent gibt es heute ein neues Plätzchen-Rezept in der Soulfood-Küche. Beim Schreiben habe ich festgestellt, dass ich 2019 viele Rezepte mit Kokosflocken oder -Milch zubereitet habe. Besonders gut haben euch (und auch mir) die Brownie-Waffeln mit Kokosswirl gefallen. Die gleiche Paarung präsentiere ich heute als herrlich mürbe Plätzchen in zwei Versionen. Einmal wird die Kokosmasse mit Teig umschlossen und bleibt bis zum Anbeißen ein süßes Geheimnis, in der zweiten Version wird die Kokosmasse wie eine Baiserhaube mitgebacken. Zu welchem Plätzchen würdet ihr als erstes greifen?
Euch allen einen gemütlichen Start in die Vorweihnachtszeit - eure Janke

Schokoladen-Cookies mit Kokosfüllung

Oma Tillys Quarkstollen

20. Dezember 2018

Dass ich vier Tage vor Weihnachten noch ein Rezept für Quarkstollen anpreise, habt ihr meinem Opa Karl zu verdanken. Opa schmeckt nämlich der Stollen vom Bäcker nicht! 
Da sind zu viele Rosinen drin und "das komische Zeug". Kann ich gut verstehen, denn mit dem komischen Zeug (Zitronat und Orangeat) kann man mich auch ums Haus jagen.
 - "Die Oma hat immer einen so guten Stollen gebacken."
Mein Herz wird schwer, ich schlucke. 
 - "Aber Opa, so einen Stollen backt man eigentlich lange vor Weihnachten, damit er schön durchziehen kann." Ein letzter, zugegeben schwacher Versuch meinerseits, mich aus der Stollen-Affäre zu ziehen, denn wenn der 95-jährige Opa einen so herzigen Weihnachtswunsch hat, erfüllt man diesen. Punkt.
 - "Ich suche dir mal das alte Backbuch von der Oma raus."
Hhhmm.. ja..
 - "Weißt du, das ist ein Quarkstollen, kein Hefeteig."
Ich werde hellhörig. Vielleicht muss der dann auch gar nicht so lange ruhen?! Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, denn einen Stollen habe ich "wegen des komischen Zeugs" noch nie gebacken. Ich erinnere mich lediglich vage daran, dass ich mit meiner Mam vor vielen Jahren eine sehr gehaltvolle Alternative zum klassischen Stollen ausprobiert habe. Mit Trockenobst und kiloweise Nüssen. Meine Oma hat darauf herum gekaut, als hätten wir sie gezwungen, eine alte Schuhsohle zu essen. Irgendwann im Frühjahr haben wir den Großteil dieses Desasters dann feierlich der Bio-Tonne übergeben. Mein Fachwissen zum Thema Christstollen tendiert also gegen null.
Was soll ich sagen? Keine 24 Stunden später sitze ich genüsslich kauend bei meinem Opa in der Küche. Omas Quarkstollen war blitzschnell und einfach gebacken. Der Christstollen für Spätentschlossene sozusagen! Last Minute!
Prüfend schaue ich zu meinem Opa: "Und? Ist der jetzt besser, als der vom Bäcker?"
Seine Blicke sprechen Bände: "Na das kannst du aber glauben!" 
*hach ♥

Einfacher Quarkstollen

Nougat-Küsschen

12. Dezember 2018

Zwei Plätzchenrezepte innerhalb von 4 Tagen?! Ja, da staunt ihr jetzt bestimmt. Wer spät anfängt, hat etwas aufzuholen und so ganz ohne Süßkram kann ich mich dann doch nicht durch die Vorweihnachtszeit mogeln. 
Bei den "Waffeleisen-Plätzchen" war ich kurz versucht, den Zucker durch Bergkäse zu ersetzen und heimlich eine herzhafte Variante auf den Gebäckteller zu schleusen. Falls euch das gefallen hätte, empfehle ich einen Blick auf die "Käse-Sternchen", die es letzte Woche zu meiner Lauchcrèmesuppe gab. Der Teig ist ratzfatz gemacht und die Plätzchen haben (leider!) echtes Suchtpotenzial.

Schnell zurück zur süßen Abteilung, denn heute gibt es Nougat-Küsschen. Plätzchensorte Nummer 2/2018 - ich kann es gar nicht oft genug erwähnen. Das ist nämlich schon jetzt eine Sorte mehr als im vergangenen Jahr *lach. Da gab es die fruchtigen "Mohnsternchen mit Pflaumenmus", die wir alle so lecker fanden, dass wir offenbar keine Notwendigkeit für weitere Plätzchen sahen. Hätte ich damals schon die Nougat-Küsschen gekannt, wären sie allerdings eine Konkurrenz gewesen. Deshalb kommt hier das Rezept zum Nachbacken und glücklich Naschen. Alles Liebe, eure Janke.

Nougat-Küsschen von Jankes Soulfood

Plätzchen aus dem Waffeleisen

9. Dezember 2018

Ihr Lieben, ganz langsam stellen sich meine Weihnachtssensoren auf Empfang und ich bekomme tatsächlich noch Lust aufs Plätzchenbacken. Kein Wunder nach unserer "Weihnachtsmenü-Woche" mit den vielen leckeren Rezepten. Falls ihr nochmal reinschauen möchtet, beim Spekulatius-Käsekuchen findet ihr auch die Links zur Vor- und Hauptspeise.

Nun aber zu den heutigen Plätzchen. Um meine frisch erwachten Weihnachtsgefühle nicht direkt zu überfordern, habe ich es mir leicht gemacht und nicht im Ofen, sondern im Waffeleisen gebacken. Das geht nicht nur sehr einfach und schnell, sondern sieht auch sehr hübsch aus, wie ich finde.
Die kleinen "Mürbchen" landen heute direkt auf dem Plätzchenteller zum zweiten Advent und wie ich meine Familie so kenne, sind sie bis Weihnachten aufgefuttert. Wir sind da nicht so streng, wie Oma früher. Da konnte man mit viel Glück mal ein Plätzchen aus einer der vielen Metalldosen im Keller klauen. Aber wehe, man hat sich durch Puderzucker am Kinn verraten..  Virtuell dürft ihr natürlich auch zugreifen und euch das Rezept schnappen.
Alles Liebe, eure Janke.

Waffeleisen-Plätzchen

Schoko-Haferflocken-Cookies

16. November 2018

Ihr Lieben, nun geht es tatsächlich schon mit großen Schritten auf Weihnachten zu. War gestern nicht noch Sommer? So langsam wird es Zeit für mich, meine Backschürze hervor zu holen und die Keksausstecher abzustauben. Aber keine Panik, wir fangen (wie jedes Jahr) gaaaanz gemütlich an und backen zur Einstimmung erstmal Cookies.
Die sind nicht nur unwahrscheinlich lecker, sondern schmecken generell auch in den restlichen 11 nicht-weihnachtlichen Monaten des Jahres. Wenn sie denn so lange "halten" würden. Einmal gebacken und in die Keksdose gelegt, bekommen diese Schoko-Cookies nämlich rasch Beine.
Sie sind einfach zu lecker! Am besten parkt ihr sie weit oben im oder auf dem Schrank, damit die Beschaffung der schokoladigen Leckerchen mit einer kleinen Sporteinheit verbunden ist. Und dann müsst ihr jeden Krümel genießen! Am besten übt ihr das jetzt gleich und schließt die Augen, während ich.. *Keksdose unter dem Arm..
*kauend.. *rennend.. weg bin!

Cookies mit Zartbitterschokolade und Haferflocken

Mohn-Sterne mit Pflaumenmus

3. Dezember 2017

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen ersten Advent und hoffentlich kuscheligen Dezember-Sonntag. Ich habe es tatsächlich geschafft, noch rechtzeitig zur ersten Kerze auf dem Kranz, Plätzchen zu backen. Gut, es ist bloß eine Sorte, aber davon habe ich nun rund 60 Stück in der Keksdose. Weiter unten habe ich euch dafür meine Lieblings-Plätzchen aus der Soulfood-Küche aufgelistet, da sollte für jeden etwas dabei sein. Falls mein Blech mit Mohn-Sternen in diesem Jahr die einzigen Plätzchen bleiben sollten *hüstel - könnt ihr auf diese köstlichen Archiv-Rezepte zurückgreifen.

Bereits morgen geht es allerdings weihnachtlich weiter, denn auch 2017 habe ich ein Weihnachtsmenü für euch zubereitet. Zusammen mit neun lieben Blogger-Kollegen, lade ich euch herzlich zu "Hüftgold & Lametta" ein. In den nächsten Tagen erwarten euch, wie im vergangenen Jahr, 50 köstliche Festtags-Gänge mit Fleisch, Fisch, Geflügel, aber auch vegetarische und vegane Gerichte. Lasst euch überraschen - wir alle freuen uns schon sehr und sind gespannt, wie euch unsere Menüs gefallen. Bis es soweit ist, knuspere ich bestimmt noch das ein oder andere Mohn-Sternchen vor Aufregung und damit ich damit nicht alleine bin, kommt hier das Rezept zum Nachbacken:

Jankes Soulfood

DESIGNED BY ECLAIR DESIGNS