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Soupe à l'oignon - französische Zwiebelsuppe

5. Dezember 2017

Ihr Lieben, unsere Weihnachtsmenü-Woche geht an Tag zwei mit 10 köstlichen und abwechslungsreichen Vorspeisen weiter. Im letzten Jahr gab es bei mir eine Apfel-Rotkohlsuppe und auch heute wartet wieder ein Süppchen auf euch. Entschieden habe ich mich für die französische Variante der Zwiebelsuppe, die soupe à l'oignon gratinée. Der Duft, der beim Zubereiten in der Küche entsteht, ist so wunderbar und macht ordentlich Hunger.
Nachdem unsere Suppe gefuttert war, ist mir aufgefallen, dass ich überhaupt kein Foto ohne Baguette-Deckel gemacht hatte. Ihr müsst mir also vertrauen und glauben, dass ich 10 Zwiebeln geschält und dabei Rotz und Wasser geheult habe.
Wie war das bei "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry mit der Kiste? Der Erzähler der Geschichte verzweifelt daran, ein Schaf zu zeichnen, das dem Prinzen gefällt. So malt er letztendlich eine einfache Kiste. "Das Schaf ist da drin", sagt er dann und der kleine Prinz ist zufrieden. Ich mag diese kleine, tiefsinnige Geschichte sehr; sie verliert nie an Aktualität und gehört zusammen mit "A christmas carol" von Charles Dickens zu den Büchern, die ich immer wieder gerne lese.

In meiner Tasse ist zwar kein Schaf (oder doch?), sondern tatsächlich eine Zwiebelsuppe, die nicht besser zu meinem Motto passen könnte. Viel Freude beim Nachkochen und vergesst nicht, auch bei den anderen Teilnehmern reinzuschauen. Alle Links habe ich euch unten aufgelistet.

Köstlich verpackt - Mein Weihnachtsmenü 2017 im Überblick


05. Dezember 2017 - Vorspeise 
Soupe à l'oignon - französische Zwiebelsuppe

06. Dezember 2017 - Zwischengang
Kabeljau im Rösti mit Rote-Bete-Mousse


08. Dezember 2017 - Dessert
Rotweinküchlein mit Birne

Soupe a l'oignon - Jankes Soulfood

Herzhafte Bratäpfel

29. Oktober 2017

Ihr Lieben, verbindet ihr den Herbst auch mit bestimmten Gerichten? So wie fast jede Jahreszeit sind bei mir natürlich auch die Monate zwischen September und Dezember  mit ganz persönlichen Lieblings-Gerichten verknüpft, die einfach nicht fehlen dürfen. So muss es beispielsweise zwingend jedes Jahr mindestens einen Zwiebelkuchen geben und auch die Zwetschgenknödel nach Omas Rezept sind im Küchenkalender vorgemerkt. Wenn die Tage kürzer und kühler werden, fange ich außerdem regelmäßig damit an, alles mit Käse zu überbacken. Dieses Jahr wurde das hier auf dem Blog sehr deutlich, beginnend mit den Paprika bis hin zum Spaghettikürbis.
Deshalb und weil ich in den letzten Monaten meine Vorliebe für Bergkäse entdeckt habe, musste ich dem Aufruf von "Food, People, Places" folgen und ein Rezept mit einem von 10 original Schweizer Käsen austüfteln.

Im Sommer bekam ich einen sehr aromatischen Heumilchkäse aus Tirol mitgebracht, in den ich mich spontan genussverliebte und nichts hätte mich besser auf die Käse-Herausforderung des Nachbarlandes vorbereiten können: den Swizzrocker.
Liebe Güte, hat der ein Aroma. Vor zwei Jahren hätte ich ihn wahrscheinlich nicht einmal angefasst, aber 2017 war offensichtlich das perfekte Jahr für unser Kennenlernen.
Als junger Wilder wird er von den Schweizern betitelt und besser kann man es kaum sagen.
Mit seinem kräftigen Aroma geht er einem direkt in die Nase, im Mund lässt er sich jedoch bändigen und wird etwas milder.
Welchen Gegenspieler gibt man einem solchen Käse? Ich habe mich letztendlich für eine Bühne entschieden, die den Swizzrocker glänzen lässt:

Herzhafte Bratäpfel mit Hackfleisch und karamellisierten Rotweinzwiebeln

Herzhafter Bratapfel von Jankes Soulfood

Winter-Bruschetta als Vorspeise zum Weihnachtsmenü 2016

6. Dezember 2016

Liebe Soulfoodies, nun kann ich euch endlich verraten, was ich im November ganz heimlich in meiner Küche gewerkelt habe: in den nächsten Tagen zeige ich euch die 4 Gänge meines Weihnachtsmenüs 2016.

Damit ihr eine schöne Auswahl an Gerichten und Vorschlägen mit und ohne Fleisch oder Fisch erhaltet, bin ich nicht alleine fleißig gewesen, sondern mache gemeinsame Sache mit Sweet Pie, Kleines Kulinarium, Gaumenpoesie, Lecker macht Laune, Kleiner Kuriositätenladen, Irre Kochen und gekleckert.de
Die Damen und Herren haben bereits gestern mit einem weihnachtlichen Getränk angestoßen und ich kann euch die köstlichen Beiträge wärmstens als Einstieg in unsere Menüwoche empfehlen *hicks. Die Fotos findet ihr übrigens gesammelt auf Instagram unter #aiwfc2016 oder auf unserem Pinterest-Board.
Heute dreht sich auf unseren Blogs alles um die Vorspeise. Morgen folgen Suppe und Salat, am Donnerstag gibt es 8x den Hauptgang und am Freitag beschließen wir unsere Aktion mit einem Dessert. Am Sonntag, den 11. Dezember gibt es hier nochmal eine Zusammenfassung inklusive Tipps zum Eindecken und Dekorieren.

Wie plane ich ein Weihnachtsmenü?

Am wichtigsten ist für mich die Frage: wer kommt zu Besuch? Gibt es eventuell Abneigungen oder Unverträglichkeiten? Bei der engsten Familie weiß man darüber Bescheid, bei entfernten Verwandten oder Freunden, darf gerne nachgefragt werden. Ihr sollt euch nicht verbiegen und anschließend all eure Ideen verwerfen, aber wenn 4 von 6 Leuten kein Wild essen, wäre es sehr schade um das gute Fleisch. Ebenfalls zu beachten beim Thema Gäste: habt ihr genug Platz, ausreichend Sitzmöglichkeiten, Teller, Gläser und Besteck? Oma soll schließlich nicht auf dem Kinderstühlchen geparkt werden.

Wenn ihr euer Menü unter ein Motto stellen möchtet, könnt ihr die Tischdeko passend aussuchen und das Essen damit unterstreichen. An Weihnachten darf der Tisch richtig prunkvoll aussehen. Natürlich und trotzdem festlich, wirkt die Deko mit Tannenzapfen, Nüssen, Beerenzweigen und kleinen Weihnachtssternen.


Himmel und Erde nach Art des Hauses

11. November 2016

Ihr Lieben, heute habe ich mal wieder einen "Freitagabend-Quickie" für euch. 
Kriterien für diese Kategorie: einfaches, schnelles Seelenfutter - verpackt in einen knackigen Beitrag, ohne viele Worte meinerseits.
Die Rheinländer mögen mir meine ganz persönliche Lieblingsversion von Himmel un Ääd* verzeihen und gönnen ♥

Himmel un Ääd

*Für den Himmel stehen die Äpfelchen vom Baum und für die Erde die Kartoffeln, also Erdäpfel. Dazu gibt es bei mir eine große Portion Zwiebeln. Traditionell isst man im Rheinland ausgelassene Blutwurst zu einem Stampf aus Kartoffel- und Apfelpüree.

Soulfood Tuesday mit einem Zwiebelkuchen von Münchner Küche

25. Oktober 2016

Ihr Lieben, die Wochen fliegen gerade nur so an mir vorbei und ich bin unwahrscheinlich froh, dass ich wundervolle Gastblogger gefunden habe, die hier die Stellung halten und euch mit köstlichen Rezepten versorgen. Ich kann euch nur immer wieder ans Herz legen, die Menschen hinter diesen Beiträgen auf ihren eigenen Blogs zu besuchen, ihre Seiten zu durchstöbern und einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Ihr werdet es nicht bereuen.
Heute habe ich, oder besser gesagt "wir" haben Besuch von der lieben Ines.
Ihr Blog Münchner Küche ist genauso alt wie meine Soulfood-Küche und uns verbinden bereits einige Synchronaktionen, bei denen wir regelmäßig gemeinsam backen, kochen und futtern.
Im Februar gab es beispielsweise einen sehr leckeren, italienischen Hackbraten von Ines [KLICK] und in der süßen Ecke der Müncher Küche findet sich eine saftige Engadiner Nusstorte, die ihr euch unbedingt anschauen solltet.
Hier und jetzt hat sich Ines allerdings einen besonderen Platz in meinem Herzen gesichert, denn sie hat Zwiebelkuchen im Gepäck *hach *schwärm.. für mich persönlich ein ultimatives Seelenfutter. Ines - leg los, schön, dass du heute mein Gast bist ♥


Einmal Hotdog a la Soulfood-Küche

20. April 2016

Mit den Bildern vor Augen, wie Tim Mälzer vor einigen Wochen im großen Stil an Hotdog-Brötchen scheiterte, habe ich am Wochenende beim #SynchronHotdog auf Instagram mitgemacht.
Die Idee dazu entstand tatsächlich während der Amsterdam-Folge von "Kitchen Impossible", als ein fluchender Tim seinen Spruch "Backen ist nicht kochen!" mantramäßig wiederholte und gehörig ins Schwitzen kam. 
Zeitgleich war ich im Chat mit meinen Kolleginnen vom "Rezeptebuch" und wir waren uns sehr schnell einig, dass wir unbedingt ein gemeinsames Hotdog-Event auf die Beine stellen müssen.
Ich könnte jetzt schreiben "so schwer ist es doch gar nicht, Herr Mälzer", aber das stimmt ja auch nur halb.
Fakt ist, dass in den meisten Küchen selbstverständlich nicht immer alles glatt läuft. Es macht die Profi-Köche der diesjährigen Staffel von Kitchen Impossible unglaublich sympathisch und menschlich, wie sie an Erbsensuppe, Grünkohl, Maultauschen und eben Hotdog-Brötchen verzweifeln. Teilweise haben wir Tränen gelacht. Nicht etwa aus Schadenfreude, sondern weil man sich dachte 'Jap, ist mir auch schon passiert'.
Weil das, was da auf dem Bildschirm stattfand echtes Kochen war - ganz egal ob in der kleinen Studentenbude in Helsinki, im uigurischen Take away, auf einem Marineschiff der Bundeswehr oder in einer urschottischen Metzgerei.

Es war ein Fest zu sehen, wie sich Mäzer und seine Sterne-Kollegen kreativ in den Küchen dieser Welt ausgetobt haben. Genau das ist es, was vielen von uns Foodbloggern so viel Spaß macht; was MIR gehörig Freude bereitet.
Ich sehe ein Foto, ein Video, eine Inspiration und dann beißt sich diese Idee in meinen Kulinarik-Synapsen fest und will umgesetzt werden. Auf ganz persönliche Art und Weise.

Im oben genannten Fall mussten wir kollektiv ausprobieren, wie schwer oder einfach es ist, einen ordentlichen, hausgemachten Hotdog herzustellen.
Das wursten habe ich meinem Metzger überlassen, aber auf das fluffige Hotdog-Brötchen bin ich schon ein bisschen stolz. Und wie immer gilt: wenn ich das kann, was hält euch dann noch ab? Ran an die Hotdogs!

Jankes*Soulfood

Thementag USA mit Boozy Bacon Jam, Hotdogs und Caesar Salad

17. April 2016

Dear friends, heute dreht sich auf den Seiten von Jankes*Soulfood alles um die US-amerikanische Küche.
Ich habe euch ein Rundum-Paket geschnürt und bin gespannt, was ihr dazu sagt. Es geht auch direkt los, denn hier auf dem Blog findet ihr ein Rezept für "Boozy Bacon Jam" - eine beschwipste Speckmarmelade mit Zwiebeln, die sehr gut zu Käse und Brot schmeckt, aber auch prima beim Grillen das Fleisch veredelt.
Passend dazu könnt ihr mich auf Instagram besuchen und verfolgen, wie ein echter Soulfood-Hotdog entsteht. Gemeinsam mit vielen anderen Foodbloggern will ich diesem beliebten amerikanischen Fastfood beim #SynchronHotdog eine ganz persönliche Note verpassen - ihr dürft gespannt sein und mir gerne in den Kommentaren verraten, wie euer Traum-Hotdog aussehen würde.

Und als wäre das noch nicht genug, bin ich Gast bei der lieben Gabi und ihrem mega erfolgreichen Blog USA kulinarisch. Liebe Leute, bin ich aufgeregt!
Zum Glück habe ich Gabi im Dezember in Hamburg kennengelernt und weiß, dass sie eine herrlich unkomplizierte, sympathische Bloggerin ist, zu der ich gleich einen Draht hatte.
Im Rahmen von #7Tage7Blogs darf ich heute meine Soulfood-Küche bei ihr vorstellen und habe einen Caesar Salad im Tortilla als Rezept dabei. Kommt unbedingt rüber und mischt euch unter Gabis Leserschaft, ihr werdet es nicht bereuen. Ihr Rezeptearchiv ist randvoll mit Leckereien und es gibt unglaublich viele, informative Beiträge zu entdecken.
Als kleinen Appetizer gebe ich euch ein Löffelchen Speckmarmelade mit auf den Weg.

Speckmarmelade mit Zwiebeln

Ein Herbstburger mit Rosenkohl

26. November 2015

Ihr Lieben, heute gibt es einen Grund zum Jubeln und Feiern: ihr lest gerade den 300. Blogpost! Hurra ♥
Dreihundert Mal habe ich in den vergangenen 1 1/2 Jahren auf "veröffentlichen" geklickt und gespannt auf eure Reaktionen gewartet. Es freut mich so sehr, dass hier inzwischen so viele mitlesen und meine Rezepte ausprobieren, deshalb an dieser Stelle ein riesengroßes DANKESCHÖN an euch.

Neben all dem Spaß, den ich beim Kochen, Backen und Experimentieren, beim Anrichten und Fotografieren habe, ist es der Austausch mit euch, der mir am meisten Freude bereitet.
Regelmäßig nehme ich deshalb an gemeinsamen Aktionen mit Bloggerkollegen teil. Das vergangene Wochenende war rappelvoll mit Koch- und Backevents.
An zwei Aktionen konnte ich zeitlich teilnehmen und heute will ich euch Ergebnis Nummer eins präsentieren.

Unter dem Motto "Herbstburger" wurde am Samstag hochgestapelt und jeder der wollte, konnte die einzelnen Schritte auf Instagram und Facebook verfolgen.
Es war mein erster Burger, den ich vollständig hausgemacht hergestellt habe und ich war ziemlich begeistert.

Rosenkohl-Burger mit Bacon und Röstzwiebeln

Herbstburger

Neu interpretiert: Birnen, Bohnen und Speck

6. Oktober 2015

Am Samstag war Tag der Deutschen Einheit und genau wie im letzten Jahr, wollte ich zu diesem Anlass wieder einen deutschen Küchenklassiker neu interpretieren.
Dieses Jahr habe ich mich an einen norddeutschen Klassiker gewagt: Birnen, Bohnen und Speck. Traditionell wird diese Kombination zusammen mit Kartoffeln als Eintopf gegessen. Ich gebe zu, ich selbst habe es in dieser Form noch nie probiert, aber die Zusammenstellung hatte etwas reizvolles für mich. 
Wie ich letztens erfahren habe, ist dieses Gericht für manche Blogger aus dem Norden allerdings ein echtes Kindheitstrauma.
Deshalb habe ich es ordentlich entstaubt und bin sehr gespannt, was ihr dazu sagt. Meine Neuinterpretation kommt ebenfalls mit wenigen, bodenständigen Zutaten daher, ist jedoch ein wahrer Blickfang: Speckböhnchen mit karamelisiertem Zwiebel-Birnenkompott und dazu Kartoffelpüree.

Speckböhnchen mit Zwiebelbirnenkompott

Typisch für meine Region: Wetzsteinklöße

16. Januar 2015

Ein tolles Dauerevent hat die liebe Kebo von kebo homing am 01. Januar ausgerufen. Es heißt "Typisch für..." und hier bekommt ihr alle Infos, falls auch ihr dabei sein möchtet. Der Januar steht unter dem Motto: Typisch für meine Stadt/Region.
Da ich hier einen Foodblog habe, gibt es natürlich nichts Gebasteltes sondern ein Rezept und endlich mal wieder einen Beitrag, den ich unter "Essen aus Hessen" abspeichern kann.

Ich hatte das große Glück in einem Haushalt mit drei Generationen aufzuwachsen und meine Omi hat viel für uns alle gekocht. Deshalb kommen auch heute noch regelmäßig ihre Klassiker auf den Tisch. Vieles habe ich in den letzten Monaten schon verbloggt, zum Beispiel die Gille Schnirre, Mariechens Prinzregententorte oder ihre Feine Klöße zu gleichen Teilen.

Doch was ist typisch für unsere Region?
Da habe ich erstmal ein paar Mittelhessen befragt und die Antworten haben sich doch ziemlich gedeckt. Da wurde der "Schmierschelkuche" genannt, ein mal süßer, mal herzhafter Kuchen, den auch meine Oma früher regelmäßig im örtlichen Backhaus gebacken hat und den ich euch bald genauer vorstellen werde.

Ebenfalls ganz hoch im Ranking waren "Schlawwerjux", "Kochkäse", "Grüne Soße" und "Eierpfannkuchen". Gefolgt von "Dulges", "Schlumpeweck", "Bunnesupp", "Krautwickel", "Handkäs mit Musik", "Grießklöß", und, und, und.
Vielen Dank an alle für den Input. Worauf ich allerdings richtig Lust hatte und was einige von euch ebenfalls genannt haben, waren die Wetzsteinklöße

Wetzstaakließ

Während meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass diese beliebten Klöße viele Namen haben. Beim einen heißen sie Buwespitzchen oder Spatzekließ, beim anderen Philipper oder Lange Kließ und bei uns sind es die "Wetzstaakließ" also Wetzsteinklöße.
Den Name haben sie wohl bekommen, weil sie nicht nur die Form sondern auch die gräulich-beige Farbe eines Wetzsteins haben. In unserem Gartenhäuschen, dem ehemaligen Arbeitsplatz meines Opis und der heutige Kreativwerkstatt meines Paps, haben wir tatsächlich noch einen alten Wetzstein gefunden. Dieser wurde früher zum Schleifen von Sicheln und Sensen benutzt.

Mir ist der essbare Wetzstein doch sehr viel lieber und mit dem ersten Bissen war ich wieder Kind.
Meine Mam wusste noch zu erzählen, dass meine Uroma als 14-Jährige einmal ein Wetzsteinklößewettessen mit ihren Brüdern veranstaltet hat.
Damals waren die Klöße und Beilagen noch sehr viel gehaltvoller. Man aß sie oft nach dem Schlachten und garte sie in Wurstsuppe. Dazu gab es dann frisch gemachte Specksoße.
Ihr ahnt es schon, meiner lieben Uroma ist es nicht sehr gut ergangen nachdem sie beim Kloßwettessen sage und schreibe 16(!!!) Klöße gegessen hatte.
Leber und Galle waren so angegriffen, dass sie die Symptome einer "Gelbsucht" zeigte. Das Ereignis hatte jedoch keine langfristigen Schäden zur Folge und so lieben wir die Wetzsteine (in abgespeckter Version) noch heute.

Fingerfood reloaded: Zwiebeltaler

29. Dezember 2014

Ihr Lieben, Silvester steht vor der Tür und die Statistik meines Blogs rief mir beim Öffnen schon laut "Snaaaaacks" und "Fingerfoooood" entgegen.
Wer meinen gestrigen Post gelesen hat weiß, dass ich leider vor mich hin kränkel und nach dem Motto "Alles muss raus!" alten Ballast abwerfe, um dann hoffentlich gesünder ins neue Jahr zu starten.
Trotzdem kann ich 2014 nicht beschließen, ohne euch die einzig wahre Version meiner Zwiebeltaler mit auf den Weg zu geben!

Am 12. Mai, also in der dritten Woche von Jankes*Soulfood, habe ich sie euch erstmals vorgestellt und noch heute gehört das Rezept zu einem der meistgelesenen.
Wie furchtbar, denn ausgerechnet DIESES Rezept ist das einzige, bei dem ich auf die Verwendung einer Tütensuppe verweise.... auf fertigen Pizzateig und.... Röstzwiebeln... Schande über mein Haupt!!! 

Ich könnte den Beitrag nun aus dem Register schmeißen und den Tütensuppeneklat vergessen machen, aber das fände ich nicht so.... sagen wir elegant.
Stattdessen möchte ich euch meine Zwiebeltaler 2.0 vorstellen und zeigen, wie unspektakulär einfach die hausgemachte Version ist.

Herzhafte Knallbonbons als Silvester-Snack

28. Dezember 2014

Das schlimmste, was einem Foodblogger passieren kann? Vergesst all die Katastrophen beim Backen und Kochen, fehlende Lebensmittel nach Ladenschluss, vermasselte Fotos vom Lieblingsrezept oder schlechte Resonanz!
Das alles ist pillepalle im Vergleich zu einem schönen Magen-Darm-Infekt..... am 2. Weihnachtsfeiertag! Ja, vielen Dank, das kollektive Aufstöhnen kam bei mir an! Es war auch wirklich FURCHTBAR!!!

Der leckere Rehrücken mit Apfelrotkraut - ich weine ihm immer noch hinterher!
Und dabei hatte ich so fleißig vorgearbeitet, wollte euch am Freitag kleine Weihnachts-Cakepops und gestern einen gedeckten Kirschkuchen präsentieren, bevor es dann endlich wieder herzhaft wird in der Soulfood-Küche.
Tja, an Essen war leider nicht zu denken. Selbst jetzt kann ich noch nicht frei von der Leber weg schreiben und schwärmen, ohne dass es mich dezent schüttelt. Mein kulinarisches Highlight an Weihnachten entfiel also und beschränke sich in den vergangenen zwei Tagen auf 2 1/2 Einback und einen halben Teller Gemüsebrühe *schluchz.

Umso dankbarer bin ich heute über meinen Besuch in der Glücksbäckerei.
Darauf habe ich mich nämlich schon lange gefreut und der Beitrag lag gut aufgehoben bei der lieben Kathrin, unangetastet von meiner misslichen Situation. Deshalb kann ich jetzt noch ein bisschen ausruhen, Zwieback knabbern und euch mit gutem Gewissen zum Blog "Backen macht glücklich" weiterleiten. Dort findet ihr neben meiner Idee für einen leckeren Silvester-Snack natürlich auch all die Köstlichkeiten, die Kathrin zu bieten hat!
Mit einem Klick auf das Bild landet ihr direkt bei meinen "Knallbonbons mit zwei herzhaften Füllungen" und könnt euch von dort systematisch vorarbeiten.
Von meiner Couch aus, wünsche ich euch einen schönen Sonntag.
Eure Janke

http://www.backenmachtgluecklich.de/rezepte/silvester-fingerfood-herzhafte-knallbonbons.html

Nach einem Jahr bei den lieben Glücksbäckern, darf das Rezept für die Knallbonbons nun auch ganz offiziell ins Soulfood-Archiv einziehen.

Zutaten für ca. 16 Stück

Teig:

  • 125g Butter 
  • 250g Mehl 
  • 100g Saure Sahne 
  • ½ TL Salz 
  • 1 Msp. Backpulver

Lachs-Kräuter-Füllung: 

  • 100g Kräuterfrischkäse 
  • 50g Räucherlachs 
  • 1 Zweig Dill 
  • Schwarzer Pfeffer (gemahlen)

Röstzwiebel-Schinken-Füllung: 
  • 100g Frischkäse natur 
  • 25g geräucherter Schinken 
  • 1 Zwiebel 
  • etwas Mehl + Butter 
  • 1 TL Dijon-Senf* 
  • Salz & Pfeffer

außerdem: 
  • 1 Bund Schnittlauch (mind. 32 Stängel) 
  • 1 Eigelb 
  • 1 EL Milch


Den Teig für die Knallbonbons habe ich während der Weihnachtsbäckerei neu für mich entdeckt. Er ist ein absoluter Allrounder und ganz einfach gemacht. Die Saure Sahne verleiht ihm eine schöne Leichtigkeit und er muss nicht ruhen oder gehen. Perfekt für die Last-Minute-Silvesterküche.

Gebt alle Zutaten in eine Schüssel und mixt sie so lange mit einem Knethaken, bis ein glatter Teig entstanden ist. Diesen teilt ihr in 16 Portionen (ca. 30g pro Portion).

Auch die Füllungen sind ruck zuck gemacht. Schneidet den Lachs in kleine Würfel und hackt den Dill. Beides wird mit dem Kräuterfrischkäse vermischt und mit Pfeffer gewürzt.

Für Füllung Nummer zwei wird die Zwiebel geschält und in feine Ringe geschnitten. Leicht in Mehl wälzen und in etwas Butter kross ausbacken. Nachdem sie ausgekühlt sind mit Frischkäse, Senf und dem gewürfelten Schinken vermischen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun braucht ihr nur noch das Eigelb mit der Milch verquirlen und das Bonbonwickeln kann losgehen.

Formt aus den Teigklumpen flache Rechtecke. Das funktioniert mit dem Handballen oder einem Nudelholz am besten. In die Mitte gebt ihr einen guten Teelöffel Füllung und klappt die langen Seiten darüber zusammen. Drückt die entstandene Teigrolle links und rechts neben der Füllung zusammen und formt so ein Bonbon. Dieses legt ihr mit der Schnittstelle nach unten auf ein Blech mit Backpapier.

Falls ihr etwas von den Füllungen übrige behaltet, schmecken diese auch wunderbar auf Brot oder Brötchen beim Neujahrsfrühstück.
Während ihr die backfertigen Bonbons mit der Ei-Milch-Mischung bestreicht, kann der Backofen auf 160°C Heißluft vorheizen. Schiebt das Blech auf die zweite Schiene von unten und backt die Bonbons ca. 20-25 Minuten bis sie goldbraun sind. Schnittlauch in dieser Zeit belesen, waschen und trocken tupfen.

Die fertig gebackenen Bonbons auf einem Rost abkühlen lassen und mit Schnittlauch eine kleine Schleife um die Enden knoten. Das ist mein Fingerfood-Rezept für eure Silvesterparty und ich bin gespannt, wie ihr es findet. Natürlich kommen beide Varianten auch prima ohne Fleisch und Fisch aus und können so als vegetarische Leckerei serviert werden.


Darf es noch ein Köhlchen sein?

25. November 2014

Seitdem ich für diesen Blog schreibe und meine Küchenerlebnisse mit euch teile, ist mein Speiseplan viel abwechslungsreicher geworden. Natürlich gibt es in der Soulfood-Küche auch Klassiker, die wir immer wieder gerne machen, aber ich entdecke im Netz auch täglich neue Rezepte, die mich inspirieren und die ich unbedingt ausprobieren möchte.
Genauso ging es mir mit dem Rezept, das ich euch heute ans Herz legen möchte. In einem Forum habe ich 5 Food-Fotos von Ulrike gesehen und schwupps, war es um mich geschehen. Die Bilder zeigten Rosenköhlchen in Senf, umschlungen von Bacon, knusprig gebacken...
Und sofort ging es los in meinem Kopf: dazu schmecken bestimmt geröstete Zwiebeln und Kartoffelpüree...mmmhhhh... MUSS ich ausprobieren.

Was soll ich sagen, dieses leckere Gericht wird es definitiv sehr schnell wieder geben: Rosenkohl in Bacon mit Röstzwiebeln und Kartoffelpüree

Jankes*Soulfood

Quicheparty - Sia's Soulfood und Jankes Soulfood besuchen sich

13. Oktober 2014

Ihr Lieben, auf den heutigen Beitrag freue ich mich schon seit einigen Tagen, denn hinter den Kulissen habe ich gemeinsame Sache mit Sia gemacht!
Sia ist meine "Soulfood-Schwester" und ich habe sie bei Küchenplausch gefunden, kurz nachdem ich dieses Jahr mit meinem Blog gestartet bin.
Um ehrlich zu sein, habe ich erstmal einen Schreck bekommen, denn ihr Blog heißt wie meiner, also nicht genau wie meiner, nein natürlich mit ihrem Namen: Sia's Soulfood.

Ich habe mir während meiner Nacht- und Nebelaktion in der dieser Blog entstanden ist bewusst keine anderen Blogs angesehen. Ich wollte gerne mein Ding machen und der Begriff "Soulfood" war von Anfang an in meinem Kopf.
Als ich dann sah, dass Sia nur kurz vor mir mit ihrem Blog gestartet ist, dachte ich erstmal: "Ach herrje, die denkt bestimmt, ich kopiere sie!" 
"DIE" ist aber eine super Liebe und als wir uns letztens über dieses Kennenlernen ausgetauscht haben, konnten wir virtuell ganz herzlich lachen.
Wir sind bestimmt nicht die einzigen Soulfood-Schwestern im großen www, aber Sia bleibt definitiv meine Nummer 1 :) Ihre Seite zu durchstöbern macht mir immer große Freude, denn ihre Fotos lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Rezepte klingen tatsächlich nach echten Seelenstreichlern, vorallem dieser mega leckere Blueberry Cheesecake hat es mir angetan.
Deshalb ist es mir eine ganz besondere Ehre, den Platz für meinen ersten Gast zu räumen, denn Sia ist heute hier und ich bin bei Sia. Gemeinsam feiern wir eine kleine Quicheparty und laden euch herzlich ein, zwischen unseren Seiten hin und her zu hopsen. Los geht's:

Liebe Janke und liebe Jankes*Soulfood Leser,
ich freue mich ganz besonders heute hier bei meiner Soulfood Schwester Janke Gast zu sein. Denn ich mag sowohl Janke als auch ihren tollen Blog sehr :-)
Erst einmal ein paar Worte zu mir. Ich blogge seit Mitte März diesen Jahres auf Sia´s Soulfood Foodblog. Ich habe wahnsinnig Spaß daran. Denn Kochen und Backen ist meine Leidenschaft und mein Ausgleich. Was ich sonst noch ganz toll finde ist, dass ich unheimlich viele großartige Menschen, darunter Janke, dabei kennengelernen durfte, zwar nur virtuell, aber trotzdem toll.
Wie Janke auch, geht es auf meinem Blog um Soulfood. Gerichte, welche Körper, Geist und Seele gut tun und ein Lächeln auf´s Gesicht zaubern. Da wir heute eine Quicheparty feiern, habe ich Euch eine leckere saisonale Zwiebel-Birnen-Quiche mitgebracht.


Die Zutaten (Ø 18 cm Form mit Hebeboden)
  • Für den Hefeteig
  • 150 g Mehl
  • 2 TL Trockenhefe 
  • 1 Prise Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • Für den Belag
  • 300 g Zwiebeln
  • 1/2 TL Kümmelsamen
  • Olivenöl
  • 1 Ei
  • 100 g Saure Sahne
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss 
  • 1 kleine Birne


Die Zubereitung

  • Für den Hefeteig die Hefe in ca 65 ml lauwarmem Wasser auflösen. Dann
    alle Teigzutaten in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken in 5 Minuten zu einem glatten und elastischem Teig verkneten. 
  • Den Teig zu einer Kugel formen, mit Mehl bestäuben und zugedeckt an einem warmen Ort (im Backofen bei 50C) etwa 45 Minuten gehen lassen.
  • Währenddessen die Zwiebeln abziehen und in dünne Ringe schneiden. Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebelringe bei mittlerer Hitze unter Rühren etwa 10 Minuten glasig dünsten. Kümmelsamen hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und von der Kochstelle nehmen.
  • Den Backofen auf 180C vorheizen. Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche kreisförmig ausrollen und in die gefettete Form legen.
    Den Teig andrücken, am Rand  hochdrücken und den überschüssigen Teig mit einem scharfen Messer abschneiden.
  • Das Ei mit der sauren Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die Ei-Sahne-Mischung mit den Zwiebeln verrühren und auf den Teig verteilen.
  • Die Birne schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Scheiben schneiden. Die Birnenscheiben kreisförmig auf den Belag verteilen und etwas andrücken.
  • Die Quiche auf der mittleren Schiene etwa 30-35 Minuten backen. Warm schmeckt sie am besten, aber kalt ist sie auch sehr lecker :-) 



Ich hoffe, dass Euch und Dir liebe Janke, meine Quiche gefallen hat und würde mich wahnsinnig darüber freuen von Euch auf meinem Blog besucht zu werden :-) Vielen lieben Dank, dass ich heute bei dir zu Gast sein darf liebe Janke! 
Also, wenn Ihr jetzt auch Lust auf die Party bekommen habt, dann lasst uns alle gemeinsam eine Quichparty feiern :-)
Viele liebe Grüße Sia

Liebe Sia, ganz lieben Dank für deinen Besuch, das sollten wir ab sofort öfter machen, denn die Vorbereitung hat großen Spaß gemacht ♥
Und jetzt kommt alle mit rüber zu Sia, denn da gibt es tolle Rezepte und meinen Beitrag zur Quicheparty zu entdecken:

Rosenkohl-Quiche 

Jankes*Soulfood
Hier geht's zum Rezept

Vom Schlechtwetterblues, der Technik und kleinen Hackbraten

11. Oktober 2014

Hallo im Wochenende, ihr Lieben.
Regnet es bei euch auch so viel? Bei uns ist es seit Tagen trist und grau und ich bin etwas böse mit meiner zweitliebsten Jahreszeit! 
Andererseits können wir das Wetter zum Glück noch nicht per Computer steuern und müssen es so hinnehmen, wie es ist. Diese Woche kam es kurzfristig zu einer kleinen Krise im Hause Soulfood.
Die Telefonanlage im OG wird erneuert und obwohl das Soulfoodreich im EG nichts damit zu tun hat, wurde meine Leitung gekappt.
Kein Internet, kein Telefon, kein Handynetz! 
Kein Handynetz? Tja, wir sind hier auf dem Land, wenn da die Wolken tief hängen, wird es bei manchen Netzanbietern ebenfalls dunkel. In solchen Momenten merkt man dann mit Schrecken, wie "abhängig" man teilweise von dieser Technik ist und dass man sich vielleicht mal überlegen sollte, NICHT so "abhängig" zu sein!

Als Bloggerin ist das jetzt leichter gesagt als getan, denn schließlich recherchiere ich viel im Netz, bin auf der Suche nach Anregungen und veröffentliche natürlich auch. Ohne Internet gäbe es mein kleines Reich hier gar nicht! Aber das ist auch nicht der Punkt. Vielmehr hat mich zum Nachdenken gebracht, wie oft ich mein Smartphone benutze.Um zu facebooken, um zu lesen, um Rezepte zu speichern, um das Fernsehprogramm zu studieren, um Wissenslücken zu füllen, um Emails zu schreiben, um nach dem Wetter zu sehen (HALLO!!!), um Dinge auf Ebay zu verkaufen... Irgendwie fand ich das plötzlich ganz schön furchtbar!
Während ich dies hier nun schreibe, ist mir allerdings klar, dass meine Generation regelrecht zwischen den Stühlen sitzt. 
Als Jugendliche habe ich mehrere Brieffreundschaften gehabt und jeden zweiten Tag Post bekommen. Zum Telefonieren saß ich noch im Flur vor einem grünen Telefon mit Schnur! Mit meiner Freundin in Bremen habe ich mir meterlange Faxe geschickt und als sie im Ausland war, bin ich zum Telefonieren in eine Telefonzelle gegangen, damit ich wusste, wieviel der Anruf kostet und wann es Zeit war aufzuhören.

Ich genieße es heute, dass ich mit einem Klick Teil von ihrem Leben sein kann und mitbekomme, was bei ihr und meinen anderen Freunden los ist, die ich nicht regelmäßig sehen oder sprechen kann. Ich bin nicht der Meinung, dass uns die Technik entfremdet oder zu weniger sozialen Wesen macht. Im Gegenteil.
Meine Freundin in England kann mit einem Klick ein Ultraschallbild ihres Babys schicken und mir vor Freude die Tränen in die Augen treiben.
Das möchte ich nicht mehr missen! Aber ein echtes Buch gegen einen Minibildschirm einzutauschen, die Außentemperatur auf einem Display abzulesen, anstatt einfach vor die Tür zu gehen und die zehnte SMS zu tippen, anstatt einfach kurz anzurufen.... DARÜBER werde ich mal nachdenken :)
Falls ihr bis hierher meinen Gedanken gefolgt seid, habe ich jetzt auch noch ein Rezept für euch:

Kleine Hackbraten mit Pilzen und Zwiebeln


Jankes*Soulfood

Zutaten:
  • 1 Pfund Mett
  • 1 Ei
  • 1 großes Brötchen
  • etwas Milch
  • 1 TL Senf
  • 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
  • Salz & Pfeffer
  • 3-4 Scheiben Gouda
  • 100g frische Champignons
  • 1 Zwiebel

Das Brötchen in Wasser mit einem Schuss Milch einweichen, ausdrücken und gemeinsam mit dem Mett, Senf, Ei und den Gewürzen in eine Schüssel geben.
Alles gut miteinander verkneten.

Die Hälfte der Champignons und den Käse in sehr kleine Würfel schneiden.
Die andere Hälfte und die Zwiebel in dünne Scheiben schneiden.

Käse- und Champignon-Würfel unter die Mettmasse mischen.
4-6 kleine Hackbraten formen und auf ein Blech setzen.

Im Backofen bei 180° ca. 45 Minuten garen.

Die restlichen Pilze zusammen mit den Zwiebelscheiben kurz in einer Pfanne andünsten und für die letzten 10 Minuten auf die Hackbraten verteilen und knusprig backen.

Dazu gab es bei uns Kohlrabi und Ofenkartoffeln. 

Zeit für Zwiebelkuchen

24. September 2014

Gestern gab es ja bereits einen meiner liebsten süßen Kuchen im Herbst, die Tarte aux pommes, heute kommt mein absoluter Liebling in der Kategorie "herzhafte Kuchen".

Für den ersten Zwiebelkuchen des Jahres, habe ich mich gemeinsam mit meinem Paps ans Werk gemacht. Er hat sich um den leckeren Belag gekümmert und ich um den perfekten Hefeteig.
Letztes Jahr war uns der Boden nicht gelungen. Außen viel zu knusprig und innen kaum aufgegangen, war er eine echte Enttäuschung.
Bei uns im Backhaus und in vielen kleinen Bäckereien wird der Zwiebelkuchen traditionell auf Sauerteig gebacken. Die Soulfood-Familie mag ihn aber viel lieber mit fluffigem Hefeteig und dieses Jahr kann ich mit Stolz verkünden: wir haben ihn - den für uns perfekten Hefeteigboden. 
Vor einigen Tagen, hatte ich kleine Brotstangen gebacken und war begeistert von deren Geschmack und Volumen. Deshalb habe ich lediglich das Olivenöl gegen Rapsöl getauscht und den Anteil an Dinkelmehl verringert. Aber schaut es euch einfach selbst mal an, hier kommt alles, was ihr für ein wundervoll duftendes Blech voller Zwiebelkuchen benötigt:


Zutaten für den Hefeteig*
  • 300g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
  • 150g Dinkelmehl (Type 630)
  • 1 Prise Zucker
  • 8g Trockenhefe
  • 230ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz (leicht gehäuft)
  • 75ml Rapsöl

Zutaten für den Belag
  • 1kg Zwiebeln
  • 250g Dörrfleisch
  • 4 Eier
  • 400g Schmand
  • Salz & Pfeffer
  • Kümmel (nach Belieben)

Mehl in eine Schüssel geben und vermischen. Leichte Kuhle in die Mitte drücken; in diese Hefe plus Zucker füllen. Hefe mit einem Schluck des lauwarmen Wassers aufgießen, verrühren und 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend das restliche Wasser, Öl und Salz in die Schüssel geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Dieser sollte sich restlos vom Schüsselrand lösen. 
Abgedeckt und an einem warmen Ort (um die 30°C) mindestens 1 Stunde gehen lassen. Dabei sollte sich das Volumen verdoppeln.

Inzwischen die Zwiebeln schälen und in feine Ringe oder Streifen schneiden.
Dörrfleisch würfeln und in etwas Öl anbraten, dann die Zwiebeln dazu geben und glasig andünsten (10-15 Minuten). Abkühlen lassen.

Eier mit Schmand verquirlen und die kühle Zwiebelmasse unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag, kann zusätzlich Kümmel dazu geben.
Hefeteig auf einem Backblech verteilen und seitlich am Rand hochdrücken, damit der Belag nicht darunter läuft.
Die Zwiebelmischung gleichmäßig darauf verteilen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180-200°C ca. 45 Minuten backen. Die Masse sollte vollständig stocken.
 
Tipps: Falls euch der Boden zu dick erscheint, oder ihr kein großes Blech habt, könnt ihr noch eine Tortenbodenform befüllen oder einfach Brötchen aus dem übrigen Teig backen. Ich verwende gerne zwei längliche Backformen mit Hebeboden*. Ein übliches Backblech ohne Hebeboden fette ich leicht ein und belege es mit Backpapier. So lässt sich der Teig erheblich leichter verteilen.

Und jetzt schnell in den Laden, einen Rauscher/Federweißer kaufen und gemeinsam mit einem Stück Zwiebelkuchen genießen - Willkommen im Soulfood-Herbst ♥

Jankes*Soulfood

* Die Rezeptur für den Hefeteig habe ich am 04.10.2020 verändert/angepasst. Die angegebenen Mengen passen nun besser zusammen und ergeben ein großes Backblech.


Rotwein-Sherry-Butter

23. Juni 2014

Heute lasse ich mal kochen! Heute ist Sonntag. Der Blog, die Küche und ich dürfen ruhen. Das war mein Plan für gestern. Also machte ich es mir mit einer Tasse Kaffee gemütlich und stöberte durch die neuesten Leckereien meiner lieben Foodblog-Kollegen auf Facebook. Da waren ganz viele fleißig, aber noch ließ mich das kalt.
Bis ich in Melanies "Kleiner Chaosküche" landete. Da schrieb sie in ihrem aktuellen Post von einem Rumpsteak, schön mariniert vom Grill, innen noch rosa und dazu eine Rotwein-Sherry-Schalotten-Butter. Mir lief das Wasser im Mund zusammen, so lecker klang das alles.
Vorbei war es mit meiner Ruhe, gedanklich war ich schon im Vorratskeller, am Weinregal und in der Küche. Ob ich wohl alle Zutaten zu Hause hatte? 
Hatte ich! Und was soll ich sagen: eine halbe Stunde später köchelte ein Sud auf meinem Herd, der gar wunderbar duftete.
Liebe Melanie, auch wenn du mich mit deinem Rezept aus der kleinen Chaosküche um meinen blogfreien Tag gebracht hast: ich danke dir! Die Butter ist so unglaublich lecker und hat hervorragend zu unserem Lendchen vom Grill gepasst. Ein großes "Ohhhh" und "Ahhhh" ging um den Tisch - ein Zeichen für echtes Soulfood ☺ Und hier ist sie, mit klitzekleinen Änderungen: die sagenhafte Rotwein-Sherry-Butter.


Zutaten:
  • 250g Butter
  • 300ml Rotwein (halbtrocken, z.B. Spätburgunder)
  • 150ml Sherry
  • 3 rote Zwiebeln
  • 1EL Zucker
  • 1EL Honig
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Rauchsalz
  • 1 TL grobgemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Knoblauch granuliert (oder 1 Zehe)
  • 1EL Balsamico Creme (Orange)
  • 1-2 TL Thymian (frisch oder getrocknet)

Die Zwiebeln werden fein gewürfelt und in etwas Butter glasig angedünstet. 
Die restliche Butter darf außerhalb des Kühlschranks bleiben und zimmerwarm werden.

Gebt den Zucker auf die Zwiebeln und lasst sie kurz karamelisieren, bevor ihr mit Sherry ablöscht. 
Rührt dann den Honig und den Balsamico ein und gebt den Rotwein und alle Gewürze hinzu. 
 
Der Sud darf nun so lange köcheln, bis er eingedickt und zähfüssig ist.
Das kann bis zu einer Stunde dauern, duftet aber einfach traumhaft!

Den reduzierten Sud gut abkühlen lassen und dann mit einer Gabel unter die weiche Butter mischen.

Die fertige Butter kann man in Klarsichtfolie zu einer Wurst rollen oder in eine Butterdose geben und im Kühlschrank fest werden lassen.

Schmeckt wunderbar zu rotem Fleisch und eignet sich bestimmt auch zum Verfeinern von Saucen.







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