Zusammen vegan - ein Experiment

26. Juni 2022

Komplett pflanzlich ernähren - wie einfach oder schwer ist das eigentlich? Ist es im Jahr 2022 zwar möglich und sogar lecker, aber eventuell zu teuer? Was kann ich ohne Probleme entbehren und auf welches Lebensmittel möchte ich nicht verzichten? Wenn du dir (genau wie ich) diese Fragen stellst und ihnen gemeinsam mit mir auf den Grund gehen möchtest - dann bist du bei meinem kleinen Experiment "Zusammen vegan" genau richtig. Wir beginnen mit sieben Tagen im Juli und leben vom 11.07. bis 17.07.2022 für eine Woche ohne tierische und tierisch produzierte Lebensmittel. Der Austausch findet in meiner Gruppe bei Facebook statt, der du über [diesen Link] beitreten kannst.

Zusammen vegan - ein Experiment von Jankes Seelenschmaus

Ihr Lieben, viele von euch haben sicherlich bemerkt, dass ich seit einigen Monaten nur noch sporadisch neue Rezepte veröffentliche. Um ehrlich zu sein: wir hatten familiär eine schwierige Zeit, während der ich am Ende des Tages einfach keine Energie mehr hatte, um hier aktiv zu sein.

In solchen Phasen schwingt bei mir als Rheumapatientin immer die leise Sorge vor dem nächsten Schub mit, doch ich habe mich trotz emotionalem Stress erstaunlich gut gehalten. Erst als die Anforderungen wieder weniger wurden und ich mich eigentlich entspannen konnte, meldete sich meine Erkrankung zu Wort. Mit vier Wochen war der aktuellste Schub für meine Verhältnisse relativ kurz, aber echt heftig.

Ein weiterer Grund für die Stille hier auf dem Blog ist, dass sich meine Ernährung gerade verändert und ich mein bisheriges Konzept neu sortiere. 
Meine Gründe dafür möchte ich heute gerne mit euch teilen und hoffe, dass die Einleitung zu diesem Beitrag nicht direkt auf Abwehr stößt oder nun wie ein Damoklesschwert über uns hängt.
Fakt ist: seit Januar 2021 esse ich keine Wurst mehr und habe meinen Fleischkonsum auf ein absolutes Minimum reduziert. Rindfleisch, Hühnchen und Wild kaufen wir als Familie direkt aus privater Hand und somit habe ich das große Glück zu wissen, woher ein Tier stammt, das auf meinem Teller landet. Als sogenannte Flexitarierin komme ich bestens klar und vermisse absolut nichts.
 
Warum jetzt das Vegan-Experiment?
Ich kompensiere Wurst und Fleisch sehr oft mit Milcherzeugnissen. Eier, Käse, Joghurt, Butter - all diese Produkte finden sich nach wie vor in meinem Kühlschrank und der Gedanke, komplett darauf zu verzichten, fühlt sich noch sehr sperrig an.
Trotzdem möchte ich es ausprobieren. Denn auch wenn ich diese Lebensmittel nach Möglichkeit in Bildqualität kaufe, ändert es nichts an der Tatsache, dass dafür Massentierhaltung betrieben wird.
Der Grund für eine vegane Ernährung wäre bei mir also definitiv moralisch geprägt.
Ich habe während der letzten Monate und besonders während meines Schubs einige Reportagen über Tierhaltung gesehen, die mich teilweise bis ins Mark erschüttert haben. 
Das war für meine körperliche Genesung wahrscheinlich kein kluger Schachzug; für meinen Kopf war der anschließende Tatendrang allerdings ein Gewinn.
 
Alles steht und fällt mit dem morgendlichen Kaffee!
Ein "Problem" wollte allerdings noch gelöst werden, bevor ich auf die Suche nach Gleichgesinnten gehen konnte: wie trinke ich meinen Milchkaffee? 
Seit Monaten versuche ich, auf Hafermilch umzusteigen, denn Hafer ist ein regionales Produkt und muss, anders als Soja, Kokos oder Mandeln, nicht über den halben Kontinent zu mir transportiert werden.
Einziges Hindernis: Pflanzenmilch auf Haferbasis schmeckt mir (noch) nicht!  Ihr seht, ich habe noch Hoffnung, aber diese ist nach zahlreichen Versuchen mit unterschiedlichen Marken, leider sehr gering.
Also stürzte ich mich auf das nächst kleinere Übel: die Mandelmilch. Und siehe da - sie schmeckte mir ausgesprochen gut und mein Kaffeejunkie-Herz freut sich sehr über diesen ersten Erfolg. Inzwischen kaufe ich sogar einen Mix aus Mandel und Hafer.

Hürde Nummer 2: der geliebte Käse. Auch hier setze ich seit einigen Tagen auf eine Alternative auf Mandelbasis, bin aber durchaus offen für weitere Produkte. Und dann sind da ja auch noch die Eier. Und Butter..
Auf diesem Weg hätte ich euch nun gerne an Bord. Lasst uns gemeinsam ausprobieren, was uns schmeckt und was wir vielleicht schmerzlich vermissen. Welche Produkte oder Rezepte erobern unser Herz und welche Gerichte sind ohne tierische Lebensmittel einfach nicht das Gleiche?!
Am Ende der 7 Tage haben wir bestimmt einiges voneinander gelernt, deshalb freue ich mich über jeden, der dabei sein mag. Stay tuned! Eure Janke

Flammkuchen mit Erdbeeren

27. Mai 2022

Die Amseln in unserem Garten sind dieses Jahr sehr versöhnlich und gönnen mir bis dato tatsächlich jede reife Balkon-Erdbeere. Aktuell kann ich täglich ein bis zwei der roten Früchtchen naschen und muss nicht mit der 6-schnäbligen Familie teilen. 
Für einen Kuchen reicht es natürlich trotzdem nicht, da muss ich raus zum Erdbeerfeld und ein Körbchen am Stand aus der Wetterau kaufen.
Für den heutigen Erdbeer-Boom, habe ich mich für eine Kombination aus süß und herzhaft entschieden: es gibt knusprigen Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse, roten Zwiebeln, Erdbeeren und Rucola.
Einen Teil der Erdbeeren backe ich fürs tolle Aroma im Ofen mit, der Rest kommt kalt zusammen mit dem Salat auf den köstlichen Fladen.
Und wenn ihr jetzt, genau wie ich, ganz verrückt nach Erdbeeren seid: weitere 12 Blogger:innen warten heute mit abwechslungsreichen Rezepten rund um dieses Früchtchen auf euren Besuch. Die Beiträge habe ich euch nach meinem Rezept verlinkt. Viel Spaß beim Stöbern und guten Hunger. Eure Janke

Flammkuchen mit Erdbeeren, Ziegenfrischkäse und Rucola

Frühlingsgemüse-Bowl

28. April 2022

Herzlich Willkommen zur Frühlingsausgabe von "Saisonal schmeckt's besser" - heute mit insgesamt 12 köstlichen Gerichten und jeder Menge frischem Grün.
Auch ich habe mich für diese Farbe entschieden und eine schnabulöse Bowl mit Spinat, Spargel, Frühlingszwiebeln und Lachs geschichtet. Dazu kommen knusprige Kartoffeln aus dem Ofen und eine cremige Kräutersauce, die ich nach der Zubereitung wegschließen muss, damit sie vor dem Servieren nicht Löffel für Löffel in meinem Bauch verschwindet.
Bowls lassen sich übrigens wunderbar variieren und ich neige (leider) immer dazu, es mit meinen Zutaten zu überteiben. Wichtiger ist eine abwechslungsreiche Mischung verschiedener Strukturen. 
Anstelle der Pilze passt ein poschiertes Ei ebenfalls sehr gut in eure Schüssel und die Blüten lassen sich durch geröstete Nüsse oder Kerne ersetzen. Werdet also gerne kreativ und genießt eure ganz eigene Frühlingsbowl.
 
Folgende Gemüse (und Kräuter) stehen euch aktuell frisch zur Verfügung:
Bärlauch 🌿 Blumenkohl 🌿 Frühlingszwiebeln 🌿 Lauch/Porree 🌿 Kohlrabi 🌿 Mangold 🌿 Portulak/Postelein 🌿 Radieschen 🌿 Rhabarber 🌿 Schalotten 🌿 Spargel 🌿 Spinat 🌿 Spitzkohl 🌿 Wirsing 🌿

Im Anschluss an mein Rezept, findet ihr wie immer die Links zu allen teilnehmenden Blogs - klickt euch unbedingt durch die köstlichen Beiträge und holt euch Lust auf eine große Portion Frühling. Liebste Grüße, eure Janke

Bowl mit grünem Gemüse und Lachs

Golubtsí - Ukrainische Krautrouladen

13. März 2022

Wie beginne ich bloß mit diesem Beitrag? Was sagt man als Foodbloggerin über den Krieg, das nicht banal, naiv oder völlig themenfremd wirkt? Ehrlich, ich bin bis zum Schreiben dieser Worte ratlos.
Es ist beängstigend, was gerade im Osten Europas geschieht. Es lähmt, macht mich fassungslos, wütend und traurig zugleich. Die täglichen Nachrichten und Bilder erwecken den dringenden Wunsch, aktiv zu werden, zu helfen und etwas gegen die eigene Machtlosigkeit zu unternehmen. 
Also habe ich gespendet. Zuerst etwas Geld, später auch haltbare Nahrung und warme Kleidung für die Menschen, die nun aus ihrer Heimat fliehen und alles zurücklassen müssen.
Und dann? Was noch? Was "sollte" ich tun? Darüber schreiben! Mein Medium, diesen Blog, meine Reichweite nutzen und andere motivieren ebenfalls hinzusehen.
Ich sage: "Nein, was dort in der Ukraine geschieht, ist Unrecht!".
Putins militärische "Spezialoperation" ist nichts anderes, als der Krieg eines krankhaft machthungrigen Mannes und verursacht auf beiden Seiten unermessliches Leid. Niemand gewinnt.
Lasst uns bitte alle auf unsere eigene Art laut werden und zusammen stehen GEGEN den Krieg und FÜR den Frieden. Nicht nur in Europa, sondern weltweit.

All we need ist peace. So einfach, so schwer!
Gemeinsam mit 22 wundervollen Genussmenschen demonstriere ich heute also virtuell. Wir alle haben uns ein köstliches Traditions-Gericht aus der Ukraine ausgesucht und zeigen damit nicht nur unsere Solidarität, sondern wünschen sie uns auch von euch. Kochen verbindet. Essen ist Seelenschmaus und was wären wir ohne die zahlreichen kulinarischen Einflüsse aus der gesamten Welt?
Alle Beiträge und wie ihr selbst aktiv werden könnt, lest ihr nach meinem Rezept für ukrainische Krautrouladen: Golubtsí. 
Das Wort leitet sich ab von "gólub" (ukrainisch für Taube), da die in Krautblätter gewickelte Masse aus Reis, Gemüse und Hack in Größe und Form an eine gebratene Taube erinnert. Welch Ironie. Ursprünglich stammen die Golubtsí wohl aus der tatarischen Küche und werden noch heute im gesamten Land gerne gegessen.

Teller mit Kohlrouladen

Schwarzwurzel-Curry

27. Januar 2022

Auf unsere Winter-Ausgabe von Saisonal schmeckt's besser freue ich mich jedes Jahr ganz besonders. Warum? Weil ich mir dann grundsätzlich ein eher "unbeliebtes" Gemüse aus unserer Liste rauspicke und versuche, euch von dessen Köstlichkeit zu überzeugen. So durftet ihr euch hier bereits über Pasta mit Rosenkohl, Stamppot und Crepe Rolls mit Grünkohl oder Wirsingrouladen mit Lachs freuen.

2022 widme ich meinen Beitrag der Schwarzwurzel - ein Gemüse, das bei mir sofort Erinnerungen an meine Kindheit in Omas Küche weckt. Von ihr und meiner Mama habe ich gelernt, wie man dem sogenannten "Winterspargel" am besten zu Leibe rückt und dass sich dieser Aufwand mehr als lohnt. 
Euch möchte ich heute mit einem aromatischen Curry neugierig auf dieses krumme aber feine Wurzelgemüse machen und zeige außerdem, wie ihr es einkochen könnt. 
Zum krönenden Abschluss empfehle ich natürlich einen Blick über den Tellerrand zu meinen lieben Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam haben wir 16 Rezepte für euch zusammengestellt - ein Wintergemüse-Büffet vom Allerfeinsten. Viel Freude beim Stöbern und Ausprobieren - eure Janke

Wintergemüse-Curry mit Schwarzwurzeln

Linsen-Curry-Brotaufstrich

21. Januar 2022

Als Herzhaft-Frühstückerin und Schnittchen-Queen, bin ich bereits sehr lange Fan von vegetarischen und veganen Brotaufstrichen. Seit einem gemeinsamen Brunch mit lieben Freunden, habe ich einen absoluten Favoriten, der nie in meinem Kühlschrank fehlen darf. Der fruchtige Linsen-Curry-Aufstrich, den damals eine Freundin auf den Tisch stellte, hat mir beim ersten Löffel dermaßen gut geschmeckt, dass ich anschließend nicht nur das halbe Glas geleert, sondern auch den Rest mit nach Hause genommen habe. 
Die Mischung aus Linsen und Curry gibt es inzwischen von verschiedenen Produzenten in Bio-Qualität, mal mit fruchtiger Note, mal eher säuerlich. 
Im Rahmen des "Veganuary Booms" von Nom Noms food, habe ich nun meine eigene Version mit Äpfeln, Zwiebeln und Kokosöl ausgetüftelt und bin gespannt, was ihr dazu sagt.
 
Ersetzt Käse und Wurst doch auch mal durch einen pflanzlichen Aufstrich und entdeckt neue Geschmackswelten. Die Linsen-Curry-Creme ist schnell und einfach zubereitet und hält sich mindestens eine Woche im Kühlschrank.
Heiß abgefüllt oder eingekocht, kann man sich auch (wie ich) einen kleinen Vorrat anlegen.
Habt es lecker - eure Janke

veganer Brotaufstrich aus Linsen

Tiramisu-Kugeln

1. Dezember 2021

Ihr Lieben, auch in diesem Jahr darf ich ein virtuelles Adventskalender-Türchen öffnen und freue mich sehr, dass damit unser x-mas Boom offiziell startet. Bis Weihnachten erwarten euch 24 köstliche Beiträge und Rezepte - alle Teilnehmer habe ich euch weiter unten verlinkt. Die Türchen zu den Blogs werde ich natürlich jeden Tag für euch aktualisieren, deshalb schaut gerne regelmäßig vorbei.

Bevor es morgen bei Ina Is(s)t weitergeht, habe ich eine schnabulöse Kleinigkeit für euch gezaubert. Meine Tiramisu-Kugeln sind schnell und einfach gemacht, weshalb sie sich für spontane Gäste oder Naschattacken bestens eignen.
Wenn es etwas mehr sein darf, schaut gerne noch einmal in mein Türchen aus dem letzen Jahr: Mandarinen-Biskuitrolle mit Spekulatius.
Euch allen einen wundervollen Start in die Adventszeit - eure Janke
 

Honigfinger

28. November 2021

Der erste Advent verlangt traditionell nach den ersten Plätzchen des Jahres und mit diesem schönen Brauch möchte ich 2021 natürlich nicht brechen. Mehr noch: heute findet eine regelrechte Plätzchen-Sause statt, denn Jana von Nom Noms foods hat zum Keks-Boom eingeladen. Meine Honigfinger landen deshalb auf einem großen, virtuellen Plätzchenteller und ihr kommt in den Genuss von 10 Rezepten für die Vorweihnachtszeit.
 
Bald ist es tatsächlich schon wieder soweit und wir feiern Weihnachten. Was war das bloß für ein seltsames Jahr, oder?! Meine Stimmung ist bisher alles andere als weihnachtlich oder gar festlich. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon die Deko ausgepackt oder rennt ihr der Zeit hinterher, so wie ich?
Vielleicht schafft es ja der köstliche Duft nach Lebkuchen, Zimt und Orangenschale, der den Raum erfüllt, sobald man die Dose mit meinen Honigfingern öffnet? Schließlich sollte man unbedingt ausprobieren, ob sie schon ausreichend durchgezogen sind. Wer weiß. Weihnachten ist manchmal bloß ein Plätzchen entfernt.
Habt einen gemütlichen Start in die Adventstage, ihr Lieben. Eure Janke

Einfache Lebkuchen

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